Jerusalem aus der Sicht der Ägyptischen Web-Site über “Al-Quds”

Im Jahr 2009 wurde Jerusalem als “Al-Quds” zur  Kultur-Hauptstadt der arabischen Welt gekürt.

Bereits im Jahr 2000 erschien am 22. Dezember  in den damals noch erscheinenden “Israel Nachrichten”, der einzigen deutsch-sprachigen Zeitschrift “Israel Nachrichten” (Chadost Israel) in Tel Aviv, ein Artikel “Ägypten fälscht Jerusalems Geschichte”  in dem die Adresse der Ägyptischen Website angegeben war.Verschlug mir schon des Artikel selbst die Sprache, so erschreckte mich damals der Inhalt der angegebenen ägyptischen Web-Site (www.sis.gov.eg) vollends.

Aus Anlass des heutigen “Jom Yesrushalayims” beschäftigte mich diese Thema wieder sehr stark und ich dachte an das Jahr 2009, in dem Jerusalem zur “Haupt-Kulturstadt der arabischen Welt” erklärt wurde, Das Jahr 2000 und das Jahr 2009 enthält hinsichtlich der Sicht auf den Stand Jerusalems keinerlei Veränderungen. Ich gebe hier zu nächst einen kleinen Einblicke in den Artikel von 12/2000 – der gesamte Bericht kann in der pdf. Datei (download) nachgelesen werden:

“Ägyptische Propaganda fälscht Jerusalems Geschichte”

In der Web-Site der ägyptischen Botschaft in Washington tummelt sich eine Haufen geschichtlicher Lügen.

Dieser Tage geriet Professor Schlomo Avineri – Professor für politische Wisssenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem und ehemaliger Generaldirektor des israelischen Auswärtigen Amtes, ein Vorkämpfer für den Frieden – zufällig in die Internet Web-Site der ägyptischen Botschaft in Washington (www.sis.gov.eg). Was er dort zu sehen bekam, verschlug ihm den Atem. Dazu schrieb er einige ausführliche Bemerkungen in der “Jerusalem Post”.

Im Jahr 1979 war er Mitglied im Team der israelischen Delegation, die mit Ägypten über ein kulturelles, wissenschaftliches und pädagogisches Abkommen verhandelte, schreibt Avineri. Einer der Vorschläge betraf die Herausgabe eines gemeinschaftlichen ägyptisch-israelischen Schulbuches nach dem Vorbild des deutsch-französischen Modells nach dem Zweiten Weltkrieg.

Frieden müsse im Volksbewusstsein und in den Herzen der Menschen verankert werden. Was den Franzosen und Deutschen diesbezüglich gelang, würde auch Israelis und Ägyptern möglich sein, glaubte die israelische Delegation damals. Die Ägypter hätten jedoch mit Empörung reagiert. Sie würden sich nichts vorschreiben lassen. Das wäre eine Beeinträchtigung der Souveränität.

20 Jahre danach wurde Avineri an diesen Vorfall erinnert, als er zufällig im Internet auf das Kapitel Jerusalem auf der Web-Site der ägyptischen Botschaft in Washington stieß. Er habe nichts anderes als eine Darstellung des arabischen Konsensus über Jerusalem erwartet. Was er aber auf der offiziellen ägyptischen Web-Site zu sehen bekam, habe ihm den Atem verschlagen. Man könne sich gut vorstellen, was auf Arabisch in ägyptischen Schulbüchern steht, wenn man sieht, was in Englisch einem amerikanischen Publikum präsentiert wird.

Der Abschnitt über Jerusalem ist mit einem in die Augen springen Blick auf den Felsendom – und fünf Fotografien israelischer Soldaten illustriert, die auf palästinensische Jugendliche schießen. Dies sind die einzigen Bilder auf dieser Weh-Site, und sie geben natürlich den Ton an.

Im anschließenden Text heißt es zur Einleitung: “In der gesamten Geschichte der Menschheit ist Jerusalem immer eine palästinensisch-arabische Stadt gewesen”. pdf-LinkÄgyptische Propaganda fälscht Jerusalems Geschichte

Heute, am 20. Mai 2012, habe ich mal wieder diese ägyptische Web-Site aufgerufen und die “Introduktion” übersetzt – die gesamte Lügengeschichte bitte selbst auf der Seite direkt “studieren” (englisch!):

Al Quds -  2009 – Hauptstadt der arabischen Kultur INTRODUKTION

Für lange Jahre hat sich Jerusalem zu einer systematischen und erweiterten Kampagne mit dem Ziel der Änderung seiner arabischen kulturellen Identität sowohl Ihrer Zivilisation und historischen Merkmale sowie seines islamischen und christlichen Erbes, verfügt durch  kriegerische Gesetze und Besetzung, welche zur Ausgrenzung der palästinensischen Existenz in der Stadt und zu einer „de-facto“-Situatuin führte, unterworfen.

Die arabischen und internationalen Fest der “Jerusalem: Arabische Kulturhauptstadt 2009″ entstand, um den wesentlicher Bestand der palästinensischen Gebiete seit 1967 besetzten bestätigen. Darüber hinaus betont die politische Dimension als Hauptstadt des unabhängigen palästinensischen Staates und seiner religiösen und humanen Status. Die Feier betont auch die Jerusalemer arabische kulturelle Identität und unterstützt die palästinensische Existenz und den Widerstand in der Stadt. Darüber hinaus ist die Feier eine Konfrontation mit den israelischen Besatzungsmaßnahmen und die Konsolidierung des nationalen und arabischen Gefühls der Zugehörigkeit zu einer arabischen kulturellen Identität. Link: 2009 Jerusalem-Al-Quds Hauptstadt der arabischen Kultur

Anmerkung AhuvaIsrael: Um all dieser Lügen willen – ist es um so notwendiger sich fest an die Seite Israel, Jerusalems und Israel jüdische Bürger zu stellen. Es ist notwendig, neben der biblischen Geschichte Israels und des Bundesvolk des Ewigen auch um die politisch-historische Geschichte Israels Kenntnisse zu erwerben! Siehe dazu auch einen Bericht unter dem Link: AhuvaIsrael Regenbogen II Jom Yerushalayim am Sonntag, 20. Mai 2012

Wie gerne wäre ich heute in Jerusalem bei den Feiern dabei gewesen, wie gerne hätte ich mit getanzt auf Jerusalems Straßen – um ein wenig Einblick in die fröhliche Stimmung zu erhalten hier ein kleiner Film vom “IsraelNational TV” vom heutigen Tag :

Günter Grass und das Schweigen der Linken

Newsleztter der Botschaft des Staates Israel, Berlin, am 12. April 2012

 

Thema Gesellschaft : Günter Grass und das Schweigen der Linken  

 

Von Ari Shavit

Günter Grass / dap

 

Günter Grass/dap

 

Günter Grass hat uns alle auf die Probe gestellt. Der merkwürdige Text, den er vor einer Woche in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht hat, enthält zwar keinen Antisemitismus der alten Schule und auch keine Goebbelssche Propaganda, doch liegen unter den peinlichen Zeilen drei Aussagen verborgen, die man näher betrachten sollte. In der ihm eigenen Art sagt Günter Grass in etwa folgendes: Ich bin nicht bereit, weiterhin meinen Abscheu vor Israel wegen meiner Nazi-Vergangenheit zu unterdrücken; ich denke, dass eine Atommacht Israel den Weltfrieden gefährdet; die Tatsache, dass mein Volk 1942 die Juden ermordet hat, rechtfertigt nicht, dass Israel 2012 über Atomwaffen verfügt. Mit den sensiblen Instinkten eines großen Schriftstellers hat Günter Grass auf radikale Art und Weise einer tiefsitzenden Auffassung Ausdruck verliehen, die sich heute in den dunklen Kellern des neuen Deutschlands, des neuen Europas und der neuen Linken ausbreitet. Dieser Auffassung zufolge ist nicht der Iran, sondern Israel heute der Aggressor im Nahen Osten. Und nicht die radikalen Schiiten, sondern die radikalen Israelis sind die neuen Nazis. Das Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das in Zukunft im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen sollte, sind nicht die Verbrechen der Nazis gegen die Juden, sondern was die Juden den Iranern antun wollen. Und daher sollte man, gerade wegen der Shoah, den Juden das Recht absprechen, eine Atommacht zu sein, denn das könnte zu einer zweiten Shoah führen.

 

Grass ist das Gegenstück zu Binyamin Netanyahu: Auch er zieht gerne eine direkte Linie zwischen Auschwitz und der nuklearen Bedrohung. Doch aus Sicht des schnauzbärtigen deutschen Schriftstellers befindet sich diese Bedrohung im israelischen Dimona. Mit letzter Tinte zieht Grass die Shoah heran – nicht, um den Reaktor im iranischen Natanz aufzuhalten, sondern um Dimona zu zerlegen. Er fordert auch, Israel das “Zweitschlag-U-Boot” abzusprechen, das ausländischen Medien zufolge seine Existenz sichert. Der Soldat in SS-Uniform und spätere Humanist beendet sein Leben genau dort, wo er es begonnen hat.
 
Für Grass geht von amerikanischen, russischen, britischen, französischen, chinesischen, indischen und pakistanischen Atombomben keine Gefahr aus. Und auch eine iranische Atombombe stellt nicht wirklich eine Bedrohung dar. Was unsere Welt wirklich an den Rand der Zerstörung bringen könnte, sind die Atomwaffen, die Israel zugeschrieben werden. Die Fähigkeit der Juden, sich selbst zu verteidigen und damit ihre Vernichtung zu verhindern, raubt dem Moral-Guru aus Lübeck den Schlaf.
 
Grass stellt uns vor eine ernsthafte Herausforderung. Es ist der Versuch, die positive Diskriminierung aufzuheben, unter deren Schutz das jüdische Volk seit 1945 steht – in Zusammenhang mit allem, was sein Überleben sichert. Es liegt darin der Versuch, Israel das moralische Sicherheitsnetz abzusprechen, das die Basis für das strategische Sicherheitsnetz darstellt, das wiederum die Existenz des Staates Israel garantiert. Dieses Mal werden nicht die Besatzung und die Siedlungen angegriffen, sondern Dimona. Der Vorkämpfer der europäischen Linken versucht jetzt, Israel die Macht der Abschreckung abzusprechen, auf der seine Sicherheit beruht.
 
Binyamin Netanyahu und Avigdor Lieberman haben sehr gute Antworten auf Grass gegeben, doch niemand in der Welt hört ihnen zu. Innenminister Eli Yishai hat aggressiv auf Grass reagiert und damit Israel schweren politischen und moralischen Schaden zugefügt. Doch wer überhaupt nicht reagiert hat, ist die zionistische Linke. Kein Schriftsteller hat in fließendem Englisch eine feurige Rede gehalten. Kein Intellektueller hat einen profunden Artikel in der New York Times geschrieben. Meretz und Peace now haben geschwiegen. Die Moralisten sind schnell dabei, jeden verwirrten Rabbi aus der Siedlung Yitzhar zu verurteilen – aber angesichts der beängstigenden Worte eines Nobelpreisträgers haben sie geschwiegen. Während das offizielle Deutschland seinen obersten Schriftsteller lautstark verurteilt hat, blieb das aufgeklärte Israel stumm. Die moralische israelische Linke hat den Grass-Test nicht bestanden.

Im Moment sieht es so aus, als sei der Sturm vorüber. Doch das schwere moralische Scheitern Grass’ und die ausbleibende Reaktion seitens der zionistischen Linken verheißen nichts Gutes. Sie lehren uns, dass die langen Jahre der Besatzung die Gemüter verwirrt haben und Schlüsselkonzepte vergessen machen. Sie zeigen auch, dass die leitenden Intellektuellen im Westen und in Israel nicht mehr fähig sind, zur Verteidigung des Staates Israel auszuziehen. Was Grass gesagt hat und was nicht gegen ihn gesagt wurde, zeigt, dass der Samen der Delegitimation langsam Früchte trägt.

 

Haaretz 12.04.2012 –  Der Autor ist Journalist und Publizist.

Die auf der Website veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.

Anmerkung AhuvaIsrael: besonders der letze Abschnirtt in der Stellungnahme von Ari Shavit ist für mich von besonderer Bedeutung: …………….dass der Same der Deligitimation (AhuvaIsrael: gegen den Staat Israel) langsam Früchte trägt!!! Das geschieht in der Tat zunehmend in erschreckendem Ausmaß jedoch ist es auch gewiß, dass der Ewige, der GOTT Israels, auch weiterhin Seinem Volk Macht, Kraft und Stärke gibt!!!

 

Stellungnahme von Netanyhau zu Günter Grass – und Henryk M. Broder zum gleichen Thema

 Israelnetz Nachrichten | 05.04.12

Netanjahu reagiert auf Grass-Gedicht 

von M.Becker / dpa

JERUSALEM / NEW YORK / BEHLENDORF (inn) – Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat das israelkritische Gedicht von Günter Grass als “ignorant und verwerflich” verurteilt. Auch die amerikanische Anti-Defamation-League (ADL) kritisierte den Literaturnobelpreisträger scharf. Grass selbst nahm zwischenzeitlich in verschiedenen Medien Stellung zu der Kontroverse. 

Netanjahus Büro veröffentlichte am Donnerstag folgende Stellungnahme zu dem antiisraelischen Gedicht des “Blechtrommel”-Autors (Übersetzung: Israelische Botschaft in Deutschland):

“Der peinliche Vergleich, den Günter Grass zwischen Israel und dem Iran gezogen hat, einem Regime, das die Shoah leugnet und zur Vernichtung Israels aufruft, sagt sehr wenig über Israel und viel über Herrn Grass.

Der Iran, nicht Israel, stellt eine Bedrohung für den Weltfrieden und die Sicherheit in der Welt dar.

Der Iran, nicht Israel, droht anderen Staaten damit, sie auszulöschen.

Der Iran, nicht Israel, unterstützt Terrororganisationen, die Raketen gegen
unschuldige Zivilisten richten.

Der Iran, nicht Israel, unterstützt das Massaker des syrischen Regimes an seinem Volk.

Der Iran, nicht Israel, steinigt Frauen, henkt Homosexuelle und unterdrückt aufs
grausamste Millionen eigener Bürger.

Sechzig Jahre lang hat Herr Grass seine Vergangenheit als Mitglied der Waffen-SS verschwiegen. Daher überrascht es nicht, dass er den einzigen jüdischen Staat auf der Welt als größte Bedrohung für den Weltfrieden ansieht und ihm sein Recht auf Selbstverteidigung abspricht.

Anständige Leute auf der ganzen Welt sollten diese ignoranten und verwerflichen Aussagen verurteilen.”

Unverständnis auch in den USA

Auch bei der amerikanischen Antidiffamierungsliga (ADL) in New York hat das Gedicht von Günter Grass für Empörung gesorgt. Der Vorsitzende des Lobby-Vereins, Abraham H. Foxman, zeigte sich am Donnerstag in einem Schreiben auf der Website schockiert über die “Verachtung, die Günter Grass in dem Gedicht gegen Israel freisetzt”. Grass zeichne eine unverschämte moralische
Gleichstellung zwischen Israel und dem Iran, die seine tiefsitzende Geringschätzung für Israel deutlich mache, so Foxman.

Für den ADL-Geschäftsführer deutet das Gedicht darauf hin, dass sich in Grass “einige antisemitische Überzeugungen” versteckten. Es zeige, dass der Autor ignorant sei oder vorsätzlich die wahre Natur der iranischen Nuklearbedrohung missachte. “Bereitwillig setzt er Israel in die Rolle eines unverantwortlichen Angreifers gegen den Iran”, erklärte Foxman.

Die Liga mit Hauptsitz in New York kämpft seit der Gründung 1913 gegen Antisemitismus und Vorurteile.

Grass: “Man will meinen Ruf schädigen”

Mit deutlichen Worten wehrt sich Günter Grass selbst gegen die Empörung über seine Israel-Kritik. Er habe mit seinem Gedicht “Was gesagt werden muss” dazu aufrufen wollen, dass sowohl Israel als auch der Iran ihre Atomanlagen internationaler Kontrolle unterwerfen sollten, sagte Grass der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in seinem Wohnort Behlendorf bei Lübeck am Donnerstag. Sollte Israel – vermutlich mit konventionellen Bomben und Sprengköpfen – Irans Argumentation Atomanlagen angreifen, könnte das zum Dritten Weltkrieg führen, warnte Grass.

In Interviews anderer Medien sprach er von einer Kampagne. “Der Tenor durchgehend ist, sich bloß nicht auf den Inhalt des Gedichtes einlassen, sondern eine Kampagne gegen mich zu führen und zu behaupten, mein Ruf sei für alle Zeit geschädigt”, sagte er in einem NDR-Interview am Donnerstag. “Widerrufen werde ich auf keinen Fall”, sagte er dem TV-Magazin “Kulturzeit” (3sat).

Gegenüber der dpa verwies der 84-jährige Schriftsteller auf die explosive Lage im Nahen Osten, die sich bei einem Präventivschlag Israels zu einem Flächenbrand ausweiten könne. Präventivschläge seien nicht vertretbar. Dies habe sich beim letzten Irakkrieg gezeigt, bei dem unter dem nachweislich falschen Vorwurf, Saddam Hussein besitze Massenvernichtungswaffen, der Krieg begonnen worden sei. Beim Iran sei bisher keine Atombombe oder ein weitreichendes Raketenträgersystem nachgewiesen worden.

Als Fehler bezeichnetes es der Autor, dass in seinem Gedicht von Israel und nicht konkret von Israels Regierung die Rede sei. Er hege große Sympathien für das Land und wünsche, dass es auch in Zukunft Bestand habe.

Zur Kritik sagte Grass im NDR: “Es werden alte Klischees bemüht. Und es ist zum Teil ja auch verletzend. Es wird sofort, was ja auch zu vermuten war, mit dem Begriff Antisemitismus gearbeitet.” Er fügte hinzu: “Es ist mir aufgefallen, dass in einem demokratischen Land, in dem Pressefreiheit herrscht, eine gewisse Gleichschaltung der Meinung im Vordergrund steht und eine Weigerung, auf den Inhalt, die Fragestellungen, die ich hier anführe, überhaupt einzugehen.”

Anmerkung AhuvaIsrael: Gut gesprochen, Benjamin Netanjahu!!!! Israels Ministerpräsident bringt es kurz, knapp und präzise auf den Punkt!!!  Ach, und der arme Herr Grass fühlt sich vollkommen Missverstanden – na so ein Pech für ihn!!!  Bei diesen seinen Ausführungen hier, platzt  einem doch noch einmal mehr  ”die Hutschnur” – dieses absolut scheinheilige  es ist einfach eine nochmalige unendlich riesige “chutzpe” !!! “Oni soit qui mal’y  pense”!!! Aber andererseits ist es gut, dass er seine “Denke” so lauthals äußert – so weiß jeder woran er mit diesem Herrn ist und erkannt, dass ein “Nobelpreisträger” nicht zwangsläufig ein Ehrenman ist, sondern eben auch voller bösartiger Denke sein kann!

Soeben habe ich noch den Komentar von Henryk M. Broder erhalten – einfach super gut wie stets:  Ein autoritärer Knochen spielt die verfolgte Unschuld

Jusos Berlin: Damals wie heute – Solidarität mit Israel

AhuvaIsrael: leider muss ich voraus schicken, dass ich  nicht mehr genau weiß, von wem ich hier in Israel in den letzten Tagen diese Nachricht erhalten habe – denke aber es war das Israelnetz! In jedem Fall ist ein Bericht zum “aufatmen” nach den bösen Entgleisungen des “literatur-Nobelpreisträgers” Günter Grass!!! Da der Bericht sehr lang ist habe ich ihn noch als pdf.Datei zum downloaden reingestellt – er  sollte unbedingt gelesen werden!!!Jusos Berlin für ISRAEL

1. In guter Tradition: wir Jusos Berlin für Israels Existenzrecht

Wir Jusos Berlin stehen solidarisch an der Seite Israels. Dies haben wir immer wieder bekräftigt: in den Resolutionen “Für die Sicherung des Existenzrechts Israels” (18. August 2006) und “Israels Existenzrecht muss unangetastet bleiben” (15. Januar 2009) haben wir uns eindeutig positioniert: Das Existenzrecht Israels ist für uns Jusos unabdingbar. Es gibt keinen Frieden (mit) den Feinden Israels, stattdessen wollen wir Frieden für Israel und Palästina.

Diese programmatische Sätze haben wir vor dem Hintergrund des Zweiten Libanonkriegs 2006 und des Gazakriegs 2009 (“Operation gegossenes Blei”) aufgestellt. Bedroht wird Israel u.a. von Hisbollah und Hamas, zweier radikalislamischer, antizionistischer und antisemitischer Organisationen. Ihr erklärtes Ziel: die Vernichtung Israels und die Auslöschung aller Jüdinnen und Juden. Israel war und ist noch die einzige gefestigte Demokratie im Nahen Osten, in der Menschenrechte gelten (und einklagbar sind) und eine kritische Öffentlichkeit nicht Gefahr von politischer Verfolgung ist.

Die israelische Regierung zog ihre Streitkräfte im Jahr 2000 aus dem Libanon und im Jahr 2005 aus dem Gazastreifen ab. Das Ziel Israels hierbei war, einen sicheren Frieden im Nahen Osten zu ermöglichen. Die islamistische Gruppierung Hisbollah hatte im Süd-Libanon ein De-facto-Regime errichtet. Von dort aus wurde Israel mit Raketen angegriffen. Auch die Hamas baute ihre Macht im Gazastreifen aus, übernahm die Regierung und beschoss Israel fortan ebenfalls mit Raketen. Im Juni 2006 entführte die Hamas den israelischen Soldaten Gilad Shalit. Daraufhin drang die israelische Armee in den Gazastreifen ein. Die Hisbollah begann ihren Krieg gegen Israel im Juli 2006 mit Raketenbeschuss und der Entführung weiterer israelischer Soldaten. Daraufhin trat Israel in den Krieg ein.

In Teilen der SPD auch in der öffentlichen Debatte wurden die Kriegsaktionen Israels als “unverhältnismäßig” und gegen “unschuldige Opfer” gerichtet dargestellt. Wir wollen nicht über militärische Strategien und Praktiken in dieser Frage urteilen. Krieg ist immer grausam und betrifft unschuldige Menschen. Insbesondere die Hamas nutzte dies aus und missbrauchte die Zivilbevölkerung als menschliches Schutzschild Vor dem Hintergrund der massiven Raketenangriffe von Hamas und Hisbollah auf Israel und der Entführungen seiner Soldaten war die oben geschilderte eine einseitige, Israelfeindliche Einstellung. Die Jusos Berlin stellten fest: “Wir beurteilen nicht einzelne Kriegshandlungen, heißen diese gut, relativieren oder verurteilen diese. Völkerrechtliche und rechtsstaatliche Grundsätze sind einzuhalten.” Gleichzeitig verurteilten wir die Eskalation des Konflikts und sprachen dessen Opfern unser Bedauern aus.

Nach dem Waffenstillstand im Süd-Libanon – er wurde von Israel eingehalten – baute die Hamas ihre Macht im Gazastreifen weiter aus, zahlreiche oppositionelle Fatahaktivist_innen wurden ermordet. Die Hamas erlangte die absolute Macht und richtete ein antidemokratisches Terrorregime ein. Israel wurde und wird nahezu täglich mit Raketen aus Gaza beschossen. Ein israelisches Handelsembargo zwang die Hamas zum Waffenstillstand, den diese jedoch mehrmals brach.

Nach der Waffenruhe begann die Hamas, Israel mit rund 80 Raketen täglich anzugreifen, dies löste den Kriegseintritt Israels aus. Israelische Streitkräfte bombardierten den Gazastreifen und besetzten ihn anschließend. Erneut verurteilte die europäische Öffentlichkeit einseitig das israelische Vorgehen. Durch Europa schwappten Demonstrationen, auf den antisemitische Forderungen wie “Tod den Zionisten”, “Intifada bis zum Sieg” und “Olmert = Hitler” propagiert wurden. Kritische Töne gegenüber der Hamas waren weder in der öffentlichen Debatte, noch in der europäischen Sozialdemokratie zu vernehmen.

Vor diesem Hintergrund erklärten die Jusos Berlin sich solidarisch mit Israel. Das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht Israels bekräftigten wir. Wir stellten uns gegen die SPE-Fraktion, welche einen israelischen Warenboykott in Betracht zog und zugleich auch gegen die antiimperialistische “Bewegung”, die faktisch auf der Seite der Hamas standen, denn: “Jede_r Sozialist_in trägt Verantwortung, Antisemitismus in jedweder Form zu verurteilen und populistischer Stimmungsmache gegen Israel entgegenzutreten.” Wir sprachen uns gegen Verhandlungen mit der Hamas aus. Einen Frieden mit der Hamas, die Israel mit Krieg vernichten möchte, kann es nicht geben. Stattdessen wollten wir eine Zwei-Staaten-Lösung als “einzig möglichen Weg für einen dauerhaften Frieden in Nahost”. Hierzu müssen die progressiven Kräfte in der palästinensischen und israelischen Gesellschaft gestärkt werden.

2. Die Lage: Neue Herausforderungen und Unwägbarkeiten in der Region

Die Region des Nahen Ostens birgt seit jeher Konfliktpotenzial, welches sich auch immer wieder in tatsächlichen Auseinandersetzungen zwischen Israel und anderen Staaten manifestiert hat. Die Israel-Palästina- Frage ist hier nur ein, wenn auch äußerst bedeutendes Konfliktfeld. Auch das Verhältnis Israels mit Libanon, Syrien und vor allem Iran ist konfliktträchtig. Teilweise liegen die Ursachen in geografischen Streitfragen, meistens aber in einer in Bezug auf den Staat Israel sowie Jüdinnen_Juden allgemein feindseligen Haltung maßgeblicher politischer Gruppen unter anderem in den aufgeführten Ländern, aber auch weit darüber hinaus. Seit den letzten Anträgen zu dieser Problematik haben grundlegende Veränderungen in der Region stattgefunden, die auch, aber nicht nur, auf die revolutionären Auseinandersetzungen in mehreren arabischen Staaten zurückzuführen sind. Daneben bergen sowohl der zunehmende Konfrontationskurs des Irans als auch die verschlechterten außenpolitischen Beziehungen zwischen Israel und der Türkei eine große Gefahr für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts.

Iran: Die zunehmende, vor allem selbst vorangetriebene Isolierung des Irans in der internationalen Gemeinschaft und die Zuspitzung des Konflikts um das umstrittene iranische Atomprogramm, verschärft die ohnehin mehr als angespannte Beziehung zwischen Iran und Israel. Eine potentielle Gefahr einer weiteren Atommacht, die aggressiv antisemitisch und antizionistisch handelt und eine akute Bedrohung für das Existenzrechts Israel darstellt, ist für uns nicht hinnehmbar. Jeder Bestrebung, die darauf zielt, das Existenzrecht Israels zu gefährden, muss bedingungslos entgegengetreten werden. Deswegen fordern wir in aller Deutlichkeit die Beendigung des iranischen Atomprogramms, gleichzeitig hoffen wir, dass der Konflikt nicht in einer aggressiven Auseinandersetzung kulminiert.

Türkei: Die Beziehung zwischen der Türkei und Israel waren lange Zeit überdurchschnittlich gut, was sicherlich auch auf wirtschaftliche Interdependenzen zurückzuführen ist. Doch ist inzwischen ein Bruch mit dieser Tradition zu erkennen. Die Türkei scheint seine Positionierung im Nahen Osten verändern zu wollen, die möglicherweise auf hegemoniale Bestrebungen in der Region deuten lassen, was sich auch in den Beziehungen zu Israel widerspiegelt. Antiisraelische Propaganda ist insbesondere für den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan Mittel, die Türkei stärker in der „arabischen Welt“ zu positionieren. Das Konfliktpotential wurde bei der Zusammenkunft von Erdogan und Perez in Davos deutlich und schlug sich auch in den Diskussionen um das Entern des Schiffes türkischer Aktivist_innen für die Unterstützung Gazas durch die israelische Marine nieder. Die Verankerung Israels in der sogenannten islamischen Welt durch gute Beziehungen zu der Türkei, ist weiterhin essentiell, da dadurch ein verbesserter Dialog zwischen Israel und islamischen Ländern ermöglicht werden kann. Die jetzige Situation dient dieser Sache nicht im Geringsten.

“Arabische Umbrüche“: Zu diesen „Konstanten“ der politischen Lage in der Region kommen neue, nicht eindeutig einschätzbare Faktoren mit Auswirkungen auf Israel. Durch den Sturz der Machthaber in mehreren nordafrikanischen Staaten, sowie den anhaltenden Aufständen in Syrien und Jemen ergeben sich veränderte außenpolitische Determinanten der neuen Regierungen. Ob diese eher Chancen oder Gefahren bergen, ist momentan noch nicht absehbar. Deutlich wird nur, dass antiisraelische Einflüsse auch durch die Umbrüche nicht verschwinden werden und zu beachten bleiben. Gerade angesichts dessen gilt unsere Solidarität ausdrücklich den emanzipatorischen, progressiven Akteuren der aktuellen Auseinandersetzungen in der Region.

3. Der Diskurs: Israelkritik und Antisemitismus

Der wachsenden Unsicherheit in Israel wird insbesondere in Europa und Deutschland mit wachsender Distanz zum jüdisch-demokratischen Staat begegnet. Antisemitische Denk- und Argumentationsmuster finden immer wieder wie selbstverständlich über verschiedene Akteure der medialen und politischen Öffentlichkeit Eingang in die Debatte über den Nahostkonflikt und die Israel/ Palästina-Frage. Der Bezug zum Holocaust ist dabei insbesondere in Deutschland manifest. Die Politik Israels wird hier aus Gründen von Schuldabwehr mit den Nazi-Verbrechen assoziiert.

Doch finden dämonisierende und delegitimierende Töne auch subtiler Eingang in die politische und öffentliche Auseinandersetzung. Auch weite Teile der Medienlandschaft greifen diese Form der Beschäftigung mit Israel auf und reproduzieren sie. Zwar ist es common sense, Israel zu kritisieren, doch wird “Israelkritik” noch immer als Tabu halluziniert. Mit der Selbstkonstruktion dieses Tabus einhergehend, inszenieren sich dann Akteure der verschiedenen politischen Lager demonstrativ als Tabubrecher_innen, um der angeblich verschwiegenen “Wahrheit” Gehör zu verschaffen. Zwar gibt es im hiesigen Sprachgebrauch weder eine “Ägyptenkritik” oder “Sudankritik”, doch ist “Israelkritik” für uns dann antisemitisch und bekämpfenswert, wenn sie Israel delegitimiert, dämonisiert bzw. doppelte Standards für die Politik Israels anwendet, die kein anderer demokratischer Staat erfüllen könnte:

Kritik an Israel neigt so in vielen Fällen zur Delegitimierung der Existenz des israelischen Staates, während unreflektiert Partei für das nationalstaatliche Bestreben der Palästinenser_innen genommen wird. Das geht mit einer Dämonisierung Israels einher, die neben den teilweise Jahrzehnte alten antisemitischen Klischeebildern medial vor allem darauf hinausläuft, dass einseitig militärische Handlungen Israels verbreitet werden, die vorgeblich völlig ohne Zusammenhang und Verhältnismäßigkeit erfolgt seien. Selten wird beleuchtet, dass die Auseinandersetzungen über die Israel-Palästina-Frage von beiden Seiten betrieben wird und Menschen in Israel ebenso wie die Palästinenser_innen hiervon betroffen sind. Außerdem wird die Geschichte des Konflikts häufig verzerrt und verkürzt dargestellt, wodurch die Ansprüche Israels als selbstverschuldet und illegitim präsentiert werden. Die Art des Diskurses steht in weiten Teil auch im Zusammenhang mit einem latenten und auch unverblümten Antiamerikanismus (Stichwort “Israel als Brückenkopf der USA”).

Inakzeptable Israelkritik findet aber auch Eingang in die internationale, institutionalisierte Politik. Im Zuge dessen werden doppelte Standards an das Handeln Israels angelegt. So wird von Israel zum Einen das Wiederaufnehmen von Verhandlungen und die Einstellung von Aktionen wie dem Siedlungsbau gefordert, während unstreitig berechtigte Ansprüche Israels wie die Anerkennung des eigenen Existenzrechts durch die palästinensichen Vertreter_innen ignoriert werden. Eine faire Grundlage für eine diplomatische Lösung kann so nicht gewährleistet werden.

4. Die Sicherheitsfrage: Außenpolitische Prämissen

Nicht nur aufgrund der geschichtlichen Vergangenheit Deutschlands steht die Bundesrepublik in der Verantwortung, für das Existenzrecht Israels zu streiten und die Bevölkerung des Landes bei der Verteidigung ihrer Souveränität zu unterstützen. Oberstes Ziel, außenpolitischer Bestrebungen Deutschlands und Europas im Nahen Osten, muss die Erarbeitung und Umsetzung einer friedlichen Lösung der bestehenden Konflikte in der Region sein. Zu den Bestrebungen, eine friedliche Lösung zu finden gehört auch, alle diplomatischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Bereits eine klare und eindeutige Positionierung Deutschlands, das Bekenntnis zum bedingungslosen Existenzrecht Israels, stärkt die Verhandlungsposition Israels und kann schon im Vorfeld eines möglichen Konfliktes deeskalierend wirken. Zwar erklären dies Bundestag und Bundesregierung stetig, doch verläuft das deutsch-israelische Verhältnis nicht konfliktfrei. Gerade als Freunde Israels, so heißt es, müsse man den Israelis zu ihrem eigenen Wohl den Weg weisen. Der Bundestag demonstrierte dieses patriarchal anmutende Verhältnis zu dem „Staat der Größe Hessens“, als er 2009 nach dem israelischen Einsatz gegen die sogenannte Hilfsflotille die Gaza-Seeblockade einvernehmlich rügte. Ein historisch einmaliger Vorgang, da Deutschland das Handeln keines anderen Freundes dermaßen bewertete.

So wünschenswert das Ziel einer friedlichen Lösung auch ist, müssen auch Antworten auf die akut bestehenden Bedrohungen für das Existenzrecht Israels, durch seine Nachbarn, gefunden werden. Die atomare Aufrüstung des Irans stellt für Israel zurzeit die größte Bedrohung dar. Laut Berichten der IAEO hat der Iran die internationale Weltgemeinschaft seit Jahren über seine wahren nuklearen Ambitionen getäuscht. Es gibt keinen Zweifel daran, dass das Mullah-Regime Atomwaffen anstrebt.

In der Vergangenheit hat der Iran keinen Hehl daraus gemacht, Israel wenn möglich von der Landkarte zu streichen. Für uns ist deshalb klar: Wer Frieden und Sicherheit in der Region will, der muss einen Iran mit Nuklearwaffen verhindern. Um einen weitreichenden Militärangriff Israels zu vermeiden, muss die Weltgemeinschaft die Wirtschafts- und Handelssanktionen und alle bestehenden Druckmittel voll ausreizen. Viel zu lang haben westliche Staaten, allen voran Deutschland, von dem Handel mit dem Iran profitiert und die technischen Voraussetzungen für einen iranischen Atomstaat (mit)geliefert. Die Existenz iranischer Atomwaffen hätte zudem ein nukleares Wettrüsten im nahen und mittleren Osten zur Folge. Saudi Arabien, das sich aus geopolitischen und religiös-weltanschaulichen Gründen nicht mit einem nuklear hochgerüsteten Iran abfinden wird, könnte eine gefährliche Aufrüstungsspirale in Gang setzen.

Solidarität mit Israel darf für uns keine Floskel sein. Wem das Existenzrechts Israels am Herzen liegt, der muss allen voran die iranische Bombe verhindern! Sollte eine Isolierung des iranischen Regimes keinen Erfolg haben und keine diplomatischen Mittel mehr zur Verfügung stehen, um die atomare Bewaffnung des Iran zu verhindern, dann bedeutet Solidarität mit Israel auch ggf. die Unterstützung einer gezielten Militäraktion gegen das iranische Atomwaffenprogramm.

5. Unser Selbstverständnis: Solidarität mit Israel theoretisch und praktisch

Das Selbstverständnis der Jusos in diesem Themenbereich, innerhalb der Linken, als auch in der Gesellschaft, sollte überdacht bzw. in den vorhandenen Überzeugungen befestigt werden. Die Auseinandersetzung mit Israel gehört sowohl zum demokratischen als auch sozialistischen und internationalistischen Gedanken. Kritik an der Politik Israels ist wie jede andere kritische Auseinandersetzungen mit politischen Verhältnissen auf internationaler Ebene legitim, wenn sie dabei konstruktiv und nicht von Vorurteilen und Ressentiments besetzt ist. Die kritische Auseinandersetzung mit der Politik Israels soll für uns selbstverständlich möglich sein, wie aber auch ausdrücklich und uneingeschränkt die Verteidigung der Existenz dieses Landes und aller Menschen, die in diesem leben, sowie die Solidarität mit angemessenen Handlungen zu diesem Zweck.

Antisemitismus jedweder Form treten wir weiterhin entschlossen entgegen, indem wir über diesen aufklären und auf deren Auftauchen innerhalb von gesellschaftlichen Diskursen, wie beispielsweise in der Frage nach der Form einer zulässigen Kritik an dem Handeln des Staates Israels, entschieden hinweisen.

Israel ist sowohl für Deutschland, als auch für uns, als Teil der gesellschaftlichen Linken, kein Staat wie jeder andere, sondern ein verantwortungsvoller Partner, vor dem die Bundesrepublik Verantwortung zeigen muss. Diese Partnerschaft muss gepflegt werden. Deshalb ist es notwendig, die bestehenden Kontakte auszubauen und zu vertiefen. Das friedliche Zusammenleben der Israelis und Palästinenser_innen sowie anderer Nachbarn ist von einem hohen politischen Interesse für uns Jusos, sodass unsere Aufgabe sein muss, diese Bemühungen für Frieden und Demokratie in die Gesellschaft zu tragen. Deshalb ist es ebenfalls notwendig, die Kontakte zu progressiven Kräften unter den Palästinenser_innen und in der Region weiter auszubauen. Wir als Jusos engagieren uns schon über einen langen Zeitraum mit dem Willy-Brandt-Zentrum in Jerusalem in der Region.

Dabei kooperieren wir mit der palästinensischen „Schabibet Fatah“ und der israelischen „Labour Youth“ der Avoda sowie der israelischen „Meretz Youth“. Dieses Projekt steht exemplarisch für unser Verständnis von friedensfördernder Zusammenarbeit.

Wir Jusos nehmen die Verantwortung an. Wir werden uns dafür einsetzen, mit anderen linken Partner_innen Treffen/ Foren und Diskussionsabende zu veranstalten, sowie Netzwerke auszubauen, um das Bild Israels und seiner Menschen besonders in Deutschland und innerhalb der gesellschaftlichen Linken im Hinblick auf diese enormen Herausforderungen zu verbessern. Uns ist wichtig, eine Debatte anzuregen, die ehrlich und fern von bewusst verzerrten Wahrheiten geführt wird.

Für uns als Jusos ist klar: Wir fordern die klare und eindeutige Positionierung Deutschlands, Europas und der SPD zum Existenzrechts Israels, sowie eine differenzierte Auseinandersetzung mit Israel: Das Land und die Menschen sind heterogen und dürfen nicht dauerhaft pauschalisiert werden. Die Bemühung für eine friedliche Lösung des Israel-Palästina-Konflikts muss unter dieser Prämisse ernsthaft vorangetrieben werden.

Die nukleare Bedrohung durch Iran muss mit aller Entschlossenheit und unbedingt durch die internationale Gemeinschaft abgewendet werden. Die weitere Aufrüstung in der Region muss verhindert werden. Wir stellen uns entschlossen gegen jede Form des Antisemitismus und gegen unverhältnismäßige Israelkritik. Wir wollen durch praktische politische Arbeit auf offene oder versteckte antisemitische Diskurse hinweisen und dem entschlossen entgegenwirken. Dies wollen wir in der Tradition unserer bisherigen Beschlüsse und im Sinne unserer Doppelstrategie innerparteilich und gesellschaftlich durch die Arbeit mit Bündnispartner_innen angehen. Im Zuge dessen muss auch innerhalb unseres Verbandes und innerhalb der SPD Sorge für die Aufklärung über antisemitische und antizionistische Denk- und Argumentationsmuster getragen werden, die nicht immer offensichtlich sind und teilweise unbewusst reproduziert werden.

Zwischenruf: Wenn Israelhass grassiert – von E. Prill – Israelnetz

BERLIN (Israelnetz 05. April 2012) – Ein schönes Wochenende steht ins Haus. Juden feiern Pessach, die Erinnerung an den Weg des Volkes Israel in die Freiheit. Christen feiern Ostern, die Erinnerung an die Auferweckung des aus dem jüdischen Volk stammenden Jesus von Nazareth zu einem neuen Leben. Für viele sind das Tage der Besinnung und der Freude gleichermaßen. Ruhige Feiertage können es jedoch nicht sein. Nicht jetzt – nach dem zeitlich genau gesetzten Text von Günter Grass aus Deutschland. Was er “mit letzter Tinte” als Vermächtnis und gar politisches Testament stilisiert, ist Antisemitismus im Gewand so genannter Israelkritik. Schon hundertfach gesagt, geschrieben, gesendet: Israel zu kritisieren, ist kein Tabubruch. Die größten Israelkritiker sind in Israel zu finden. Im Parlament, auf der Straße, bei privaten Feiern – es geht ständig auch in scharfen Tönen um die Politik und die Politiker.

Doch Grass kritisiert nicht. Er stigmatisiert. Und das geht nicht. Nirgendwo in der Welt und in Deutschland schon gar nicht. Stammt nicht von hier die vernichtende Kurzformel “Juden sind unser Unglück”, die zur Massenvernichtung führte? “Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden”, lesen wir bei Grass. Heißt das: Israel ist die größte Gefahr für die Menschheit, gefährlicher als alle “Maulhelden” wie Hitler und Ahmadinedschad? Über Jahrhunderte hatte der Antisemitismus seinen Ort vor allem unter dem Dach der Kirchen. Gerade Karfreitag und Ostern brach sich von dort der Judenhass Bahn, wurden aus der Wortgewalt von Maulhelden brachiale Gewalt und Mord. Ritualmordklagen und Pogrome ziehen sich dunkel durch die Geschichte.

Der Antisemitismus heute kommt aus anderen Ecken: dem islamischen Dschihadismus unter der grünen Fahne Mohammeds und dem alt- und neulinken Judenhass unter der roten Fahne der Sozialisten, der nationalen und der realen. Das “Weltjudentum”, die “jüdische “Hochfinanz”, voran die “jüdischen Spekulanten” und schließlich die “Zionisten” sind Zielscheibe linker Reichenhasser, Kapitalismuskritiker und Gutmenschen. Die meist hinzufügen, wie Grass auch, dass sie “Israel verbunden” seien.

In wohltuender Klarheit haben sich kürzlich in einem Papier die Jusos aus Berlin für Israels Lebensrecht als Staat eingesetzt und mutig formuliert: “Israel war und ist noch die einzige gefestigte Demokratie im Nahen Osten, in der Menschenrechte gelten (und einklagbar sind) und eine kritische Öffentlichkeit nicht in Gefahr von politischer Verfolgung ist.”

Der in vergangenen Wahlkampfzeiten SPD-nahe Grass sagte dagegen bereits 2001 in einem “Spiegel Online”-Interview: “Israel muss nicht nur besetzte Gebiete räumen. Auch die Besitznahme palästinensischen Bodens und seine israelische Besiedlung ist eine kriminelle Handlung. Das muss nicht nur aufhören, sondern rückgängig gemacht werden. Sonst kehrt dort kein Frieden ein.” Das Zitat notiert Henryk M. Broder dieser Tage in der Tageszeitung “Die Welt” und fährt seinerseits fort: “Das war nicht mehr und nicht weniger als eine Aufforderung an Israel, nicht nur Nablus und Hebron, sondern auch Tel Aviv und Haifa aufzugeben.”

Das Gesamtkunstwerk Grass verliert sich so in plattem Israelhass, der sich im neuesten Gedicht fortsetzt – und den manche Kommentatoren schon im Freiwilligen der Waffen-SS angelegt sehen.

Über den literarischen Wert des aktuellen Textes, veröffentlicht in der “Süddeutschen Zeitung”, müssen andere urteilen. Der Text klingt sehr nach Provinz, nach Provinz im negativen Sinne. Freilich, als Provinz-Gedicht kann das Geschriebene nicht abgetan werden. Immerhin hat sich Günter Grass zu Wort gemeldet, ein Literatur-Nobelpreisträger aus Deutschland. Einige klatschen schon Beifall – öffentlich, heimlich, unheimlich. Und das macht die Geschichte dann doch gefährlich, pünktlich an Pessach und Ostern.

Zum Thema “Günter Grass”

Dieser Herr Nobelpreisträger für Literatur hat eine derartig hässliche Fratze gezeigt, dass wann immer man wieder darüber hört die “physische Übelkeit” zunimmt!

Heute, am 05. April erhielt ich hier in Israel eine Nachricht vom DID Stuttgart und Mittlerer Neckar, die ich hie nicht zurückhalten möchte.

Es handelt sich um eine “Gedicht für Günter” das in der Tat ausgezeichnet gelungen ist.

Kontakt: www.theisraelproject.org

Was gesagt werden muss

by Lizas Welt

Gedicht für Günter (unterstufenlyrisch)

Mit letzter Tinte ächzt der Alte

in ungereimter Poesie:

Dass die sich nicht mehr schlachten lassen,

verzeihe ich den Juden nie.

 

Der Jude will Atomraketen.

Der Jude will den Weltenkrieg.

Der Jude will uns alle meucheln.

Am Ende droht des Juden Sieg!

 

Da muss man doch was machen können,

und wenn nicht wir, dann der Iran.

Mahmud, mein alter Mullahkumpel!

I shout it out loud: Yes, you kann!

 

Der Günter fühlt sich ganz verwegen,

der Greis ist wieder jung, vital.

Die Lösung einst ging zwar daneben,

versuchen wir’s halt noch einmal!

 

So denkt’s im deutschen Dichterdenker.

Er rülpst und rotzt es aufs Papier.

Sein Wahn kennt keine Einsamkeit.

In Deutschland gilt: Vom Ich zum Wir.

Boris Yellnikoff

(der für dieses Gedicht den Nobelpreis verlangt)

Quelle: Lizas Welt | 4. April 201

Zusätzlich setze ich noch die Web-Adresse von Daniel Dagan: Vor Ort hinein – die sehr empfehlenswert ist: Daniel Dagen: Vor Ort

Mit einem herzlichen Gruß und Schalom aus Nahariyya - AhuvaIsrael

Emmanuel Nahshon zur heutigen Veröffentlichung Günter Grass´

Newsletter der Botschaft des Staates Israel, Berlin am 04. April 2012

Zu Günter Grass´ Gedicht “Was gesagt werden muss”, das heute in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurde, erklärt der Gesandte der Botschaft, Emmanuel Nahshon:

“Was gesagt werden muss ist, dass es zur europäischen Tradition gehört, die Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen. Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will.

Was auch gesagt werden muss ist, dass Israel der einzige Staat auf der Welt ist, dessen Existenzrecht öffentlich angezweifelt wird. So war es schon am Tag seiner Gründung, und so ist es auch heute noch.

Wir wollen in Frieden mit unseren Nachbarn in der Region leben. Und wir sind nicht bereit, die Rolle zu übernehmen, die Günter Grass uns bei der Vergangenheitsbewältigung des deutschen Volkes zuweist.”

(Botschaft des Staates Israel, 04.04.12)

AhuvaIsrael: was Günter Grass da von sich gegeben hat ist einfach unglaublich!!! Ich hänge die Webeseiten von “welt-Online” hier mit ran – unbedingt lesen!!!!:

Günter Grass’ seltsames Verhältnis zu den Fakten

Jerusalem-Marsch: Befürchtete Eskalation bleibt aus

Newsletter Israelnetz vom 01.April 2012

von D.Nowak

JERUSALEM (Israelnetz o1.April 2012) – Ein getöteter Palästinenser, Dutzende Verletzte – das ist die Bilanz des “Globalen Marsches auf Jerusalem” vom vergangenen Freitag. Die befürchteten Gewalteskalationen blieben aus. Israels Verteidigungskräfte zeigten sich mit dem Verlauf des Tages zufrieden. Mehr als zwei Millionen Teilnehmer hatten die Organisatoren des Marsches angekündigt, am Ende waren es mehrere Zehntausend Menschen, die gegen die israelische Politik demonstrierten und Solidarität mit den Palästinensern zeigten. Im Gazastreifen und im Westjordanland kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften. Laut palästinensischen Angaben wurden dabei mehr als 150 Palästinenser verletzt, rund 100 von ihnen durch die Inhalation von Tränengas. Israelische Quellen sprachen von insgesamt mindestens 50 Verwundeten.

Im Gazastreifen hatten Palästinenser versucht, den Eres-Grenzübergang zu stürmen. Soldaten erschossen dabei einen Palästinenser, der sich trotz Warnungen dem Grenzzaun genähert hatte. Im südlichen Teil des Gazastreifens feuerten Palästinenser Granaten auf israelische Sicherheitskräfte, dabei wurde niemand verletzt. Nach Angaben der Tageszeitung “Yediot Aharonot” hätten auch Sicherheitskräfte der Hamas-Regierung im Gazastreifen versucht, die Demonstranten daran zu hindern, an den Grenzzaun zu gelangen.

Nachbarländer verhindern Grenzsturm

Vor dem “Marsch auf Jerusalem” hatte Israels Regierung die benachbarten Staaten dazu aufgefordert, die Teilnehmer von den Grenzen fernzuhalten. Offenbar wurden diese Aufforderungen berücksichtigt. In Jordanien versammelten sich schätzungsweise 15.000 pro-palästinensische Demonstranten. Angeführt wurde der Marsch von der Muslimbruderschaft. Jordanische Sicherheitskräfte hielten die Massen jedoch davon ab, die Grenze zu stürmen.

Im Libanon hatten sich nach unterschiedlichen Angaben zwischen 2.000 und 5.000 Menschen nahe der Festung Beaufort versammelt, etwa 20 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Die meisten von ihnen waren Palästinenser. Laut der libanesischen Tageszeitung “Daily Star” hatte die Hisbollah ihre Beteiligung zurückgeschraubt. Sie habe befürchtet, die Teilnehmer könnten zugleich gegen ihren Verbündeten, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, protestieren.

An der syrisch-israelischen Grenze gab es keine Versammlungen. Lediglich in der Hauptstadt Damaskus waren mehrere Tausend Menschen zusammengekommen, um gegen Israel zu protestieren.

In Ägypten verhinderten Sicherheitskräfte jegliche Demonstrationen an der Grenze. Eine Protestveranstaltung gab es in der Hauptstadt Kairo.

In Israel selbst beteiligten sich Tausende israelische Araber an den Protesten. Darunter waren auch die Knessetabgeordneten Ahmed Tibi (Vereinigte Arabische Liste) und Mohammad Barakeh (Hadasch).

Organisatoren zufrieden

Obwohl sich weit weniger Menschen an dem Marsch beteiligten als angenommen, waren die Organisatoren zufrieden. Ribhi Hallum, Hauptkoordinator der Aktion, sagte gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur “Ma´an”, insgesamt hätten sich Menschen aus 84 Ländern an verschiedenen pro-palästinensischen Veranstaltungen beteiligt. Damit sei der Grundstein für weitere Aktivitäten gelegt worden. Mit dem Marsch soll zudem deutlich gemacht werden, dass die Sache “Palästinas” nicht mehr nur eine Angelegenheit des palästinensischen Volkes, sondern eine globale sei.

Armee warnt vor weiteren Protest-Tagen

Die israelische Armee zeigte sich am Ende des Tages ebenfalls zufrieden. Joav Mordechai, ein Sprecher der Verteidigungskräfte, teilte dazu mit: “Insgesamt gab es keine dramatischen Ereignisse und die Sicherheitskräfte in den palästinensischen Städten haben nicht zugelassen, dass sich die Demonstrationen ausbreiten.” Er betonte, die Soldaten hätten sich an die Regeln gehalten und die Teilnehmer zunächst mündlich davor gewarnt, sich den Grenzen zu nähern. Verschiedene Maßnahmen seien zum Einsatz gekommen, um die Massen auseinander zu treiben. Bevor sich widersetzenden Demonstranten in die Beine geschossen worden sei, hätten die Armeeangehörigen Warnschüsse in die Luft abgegeben.

Nun bereite sich die Armee auf die nächste Runde von Demonstrationen vor, so Mordechai. In den kommenden Wochen und Monaten stünden mit dem Tag für die palästinensischen Gefangenen, dem Naksa-Tag und dem Nakba-Tag weitere Herausforderungen an. “Nakba”, “Tag der Katastrophe”, so nennen Araber den Tag der Gründung Israels am 15. Mai 1948. Mit dem “Naksa-Tag” gedenkt die arabische Welt der Niederlage der arabischen Armeen während des Sechs-Tage-Krieges 1967.

Anlass für den “Globalen Marsch auf Jerusalem” war der “Tag des Landes”. Diesen begehen israelische Araber jedes Jahr am 30. März. An diesem Datum hatten arabische Israelis im Jahr 1976 gegen die Beschlagnahmung von Land in Galiläa demonstriert. Bei Zusammenstößen mit Polizisten wurden damals sechs Araber erschossen.

“Globaler Marsch auf Jerusalem” – terroristische Attacken im Vorfeld

Im Vorfeld zum “Globalen Marsch auf Jerusalem” gibt es massiv vermehrte Attacken von PA-Arabern gegen jüdische Bürger, Eigentum und Einrichtungen.

“heplev – abseits vom mainstream” berichtet auf seiner Seite täglich über die Ausschreitungen und die Reaktionen seitens der israelischen Streitkräfte.

Ich habe hier einmal die letzten drei Tage (26./27. und 28, März 2012 eingebracht – weitere Einträge siehe im Link: heplev – abseits vom mainstream

Mittwoch, 28.03.2012:
- In der Nähe des Bar-On-Industrieparks versuchten PA-Araber am späten Dienstagabend ein israelisches Auto zu stehlen.
- Bei Ariel wurde ein israelischer Bus mit Brandbomben beworfen.
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria 5 PA-Araber, die Taten in Verbindung mit Terroraktivitäten verdächtig sind.
- Am Ölberg in Jerusalem bewarfen Araber einen israelischen Autofahrer mit Steinen und verletzten ihn. (Meldung von 14:55 Uhr)
- PA-Araber sperrten die Straße nach Yitzhar mit zwei großen Steinblöcken.
- Wegen eines verdächtigen Fahrzeugs war der Zugang zu Kedumim zeitweise gesperrt.
- In Abu Tor (Jerusalem) bewarfen Araber das Haus einer jüdischen Familie mit Steinen. Es gab Sachschaden.

Dienstag, 27.03.2012:
- Eine Bande von etwa 15 PA-Arabern rottete sich Montag bei Neve Tzuf zusammen, bewarf israelische Fahrzeuge mit scharfkantigen Steinen und setzte Reifen in Brand, die zum Teil in Richtung der Ortschaft gerollt wurden. Soldaten stellten Ruhe und Ordnung wieder her.
- Ein Araber aus Ramallah (Teil einer Terroristengruppe) stach auf einen israelischen Soldaten einer Patrouille ein und verletzte ihn. Die Patrouille schoss auf die Angreifer und verletzte drei.
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria insgesamt 5 wegen Terrorverdacht gesuchte Araber.
- Am Zaun zum Gazastreifen musste ein Sprengsatz entschärft werden.
- Durch Steinwürfe von Arabern auf einen Bus südlich von Bethlehem wurde eine Besucherin aus dem Ausland verletzt.
- In der Nähe von Kiryat Arba in Judäa versuchten Araber einen Wachturm mit brennen Reifen in Brand zu setzen. Soldaten verhafteten nach einer Suche mehrere Personen.
- Bei einer Operation gegen Verdächtige an der Grenze zu Ägypten (die sich auf beiden Seiten der Grenze befanden), wurden Soldaten beschossen; sie schossen zurück und stellten einen Treffer fest.
- Soldaten gaben Schüsse in die Luft ab, als sei eine Gruppe Personen an der Grenze zu Ägypten sahen, die diese offenbar überqueren wollten. Die Personen flohen zurück in ägyptisches Territorium, wo zwei von ihnen von ägyptischen Grenzern erschossen wurden. Das Militär sagt, bei den Personen handelte es sich um Schmuggler. Einer der Toten ist ein israelischer Araber, der Ägypter trug eine IDF-Uniform. (Schmuggler?)
- Bei Nablus/Schechem beschädigten Steine werfende Araber ein israelisches Auto.
- Bei El-Khader warfen PA-Araber mit Brandsätzen.
- Bei Kedumim bewarfen Araber eine israelische Autofahrerin mit einem Brandsatz.

Montag, 26.03.2012:
- Soldaten verhafteten in Judäa und Samaria wegen Terrorverdacht gesuchte Araber.
- Bei Pedu’el wurde eine Frau verletzt und ihr Auto beschädigt, als Araber Steine auf sie warfen.
- Südlich von Ramallah gab es gewalttätige Krawalle; ca. 50 Araber warfen Steine auf Sicherheitskräfte.
- Am Nachmittag wurde ein Jude, der durch das Jerusalemer Viertel Wadi al-Joz fuhr, von mehreren Dutzend Arabern mit Steinen und einem Betonklotz beworfen. Er wurde mit Wunden am ganzen Körper ins Krankenhaus eingeliefert. (Meldung von 14:58 Uhr)
- Bombenspezialisten entschärften einen Sprengsatz, der am Zaun zum Gazastreifen gelegt worden war.

Marsch auf Jerusalem:
- Die jordanischen Behörden gestatten den geplanten Marsch von Islamisten im Jordantal „zur Unterstützung Jerusalems“, wenn auch mit „massiver Präsenz von Sicherheitskräften“.
- Libanesische Aktivisten sagen, dass Dutzende Delegationen aus dem Ausland in Beirut eintreffen; es gibt Befürchtungen der Organisatoren, dass die Auslandsaktivisten dafür sorgen könnten, dass die Proteste gewalttätig werden.

Einwohner von Elon Moreh in Samaria blockierten eine Straße und ließen keine PA-Araber passieren. Sie protestierten damit gegen drei in jüngster Zeit erfolgte Versuche von PA-Arabern in den jüdischen Ort einzudringen.

Anmerkung AhuvaIsrael: die Schrift erfüllt sich ein weiteres mal vor unseren Augen:  Sacharja 12, 2.3: “Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten für alle Völker ringsumher, und auch Juda wird’s gelten, wen Jerusalem belagert wird. / Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen, denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem versammeln.”

Und wieder passt auch hierzu der Psalm 83 mit den Versen 1-9! und dazu abschließend die Verse 14 – 19!!!

“Globaler Marsch nach Jerusalem” am 30. März 2012 / zwei Artikel

Newsleter von NAI-Israel Heute vom Dienstag, 27. März 2012

Global March to Jerusalem nähert sich den Grenzen Israels

Die israelischen Streitkräfte machen sich für den „Tag des Landes“ bereit, an dem Araber in und außerhalb Israels nach Jerusalem marschieren wollen. Das Ereignis ist für Freitag, den 30. März, geplant und es könnte zu größeren Auseinandersetzungen kommen, da regionale Mächte wie Hisbollah, der Iran, die Muslimbruderschaft sowie Hamas an der Planung beteiligt waren. Tausende Teilnehmer aus dem Nahen Osten und Teilen Asiens sind schon in Syrien angekommen und werden sich in den nächsten Tagen auf den Weg zur israelischen Grenze machen. Ähnliche Märsche sind aus Jordanien, dem Libanon, Ägypten und den palästinensischen Gebieten geplant.

Israel hat seine Nachbarstaaten davor gewarnt, die Märsche zu erlauben, aber diese scheinen nicht an einer Deeskalation interessiert zu sein. Israels Grenzpolizei ist jedoch für alle Fälle vorbereitet, konnte sie ja im letzten Jahr Erfahrung mit einer ähnlichen Aktion am Nakba-Tag machen, an dem es einigen Demonstranten gelang die israelische Grenze zu überschreiten. 13 Menschen sind damals gestorben, was zu scharfer internationaler Kritik an Israel geführt hat.

Der „Tag des Landes“ richtet sich gegen Israels Kontrolle über Gebiete, die Araber für sich beanspruchen. Dieses Jahr konzentriert sich die Aktion auf Jerusalem, das nach Meinung arabischer Politiker Gefahr läuft „judaisiert“ zu werden. Die meisten Araber leugnen eine jüdische Geschichte in Jerusalem. „Unser Ziel ist das Ende der israelischen Apartheit, der ethnischen Säuberungen und der Judaisierung, die den Menschen, dem Land und der Heiligkeit Jerusalems schaden,“ ist in einem Aufruf auf der offiziellen Website des Marsches zu lesen. Die Organisatoren setzen sich aus Palästinensern, Arabern und internationalen Aktivisten zusammen, die Jerusalem von der „zionistischen Besatzung“ befreien wollen. Sogar die jüdische Gemeinde im Iran wurde gezwungen einen Aufruf zur Unterstützung des Marsches zu schreiben, in dem sie die zionistische Politik scharf verurteilt.

Die Muslimbruderschaft und andere Gruppen haben versprochen, dass die Proteste ohne Gewalt verlaufen werden, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Und Israel kann natürlich keinem Teilnehmer erlauben wirklich nach Jerusalem zu gelangen.

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Über “Stop the Bomb” hat der DIG-Stuttgart zum Thema „Globaler Marsch nach Jeruslaem  einen sehr informativen Artikel von Wahied Wahdat-Hagh erhalten! Ich erhielt ihn mit dem Newsletter der DIG-Stuugart am 24. März 2012

Als DIG rufen wir für den gleichen Tag zu einer Kundgebung auf:
Will der globale Marsch nach Jerusalem „Märtyrer“ schaffen?
von Wahied Wahdat-Hagh

„Ich hoffe, dass dieser Marsch eine Bewegung schafft, die das zionistische Regime stürzt.“ Dieser Satz stammt von Hussein Scheich ul-Islam. Er ist der Direktor der iranischen Organisation des Marsches nach Jerusalem.

Am 30. März 2012 soll der sogenannte Marsch nach Jerusalem stattfinden. German-IRIB, das deutschsprachige Propagandamedium des iranischen Regimes, schrieb am 18. März: „Am gestrigen Samstag sind mehr als hundert asiatische Friedensaktivisten aus verschiedenen Organisationen, die am globalen Marsch nach al-Quds teilnehmen, in Teheran eingetroffen.“ Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Farsnews laufen die Vorbereitungen für dieses Treffen in Teheran und die Weiterreise an die israelische Grenze seit über einem Jahr. Rund 500 Gruppen und Organisationen aus fünf Kontinenten sollen an dieser Aktion teilnehmen. Zudem sollen in vielen Hauptstädten der Welt parallel laufende Aktionen stattfinden.

Der asiatische Marsch, auch Karawane genannt, hat nach Informationen von Farsnews in Indonesien angefangen und sich über Pakistan bis in den Iran fortgesetzt. Tatsächlich sind Demonstranten aus Indien, Pakistan, den Philippinen, Indonesien und Azerbaijan nach Teheran gereist. Die Demonstranten der asiatischen „Karawane“ werden bis zu einem türkischen Hafen marschieren und von dort mit Schiffen in den Libanon fahren, um dann an die israelische Grenze zu gehen.

Die Marschierenden werden aus verschiedenen Ländern kommen und in den Libanon, nach Jordanien, Ägypten oder nach Syrien gehen, um von dort aus am 30. März an die israelische Grenze zu laufen. Sie wollen die Staatsgrenze Israels überschreiten und nach Jerusalem marschieren. Laut der offiziellen deutschsprachigen Website des „globalen Marsches nach Jerusalem 2012“ stammt die Idee eines solchen Marsches von Feroze Mithiborwala, einem indischen Linksaktivisten.

Das große Vorbild eines solchen Marsches stellt aber ein iranischer Islamist, Navab Safavi, dar. Es war Safavi, der 1948 einen Marsch nach Jerusalem organisierte, gemeinsam mit 70 Begleitern, unter ihnen der damalige indonesische Präsident Ahmad Sukarno. Nachdem der Zug die israelische Grenze erreicht hatte, fragte Sukarno den iranischen Revolutionär Safavi, warum er denn darauf bestanden habe, an die israelische Grenze zu gehen. Er antwortete, dass er „mit dieser Aktion Märtyrer schaffen wollte“.

Safavi ist ein Vorbild für die islamischen Revolutionäre und Machthaber der „Islamischen Republik Iran“. Er organisierte in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts einen islamistischen Terrorismus gegen iranische Generäle und säkulare Intellektuelle. Zudem reiste er durch die arabische Welt und propagierte die islamische Revolution und die Gründung einer „internationalen Organisation der islamischen Revolution“, die dazu dienen sollte die Vernichtung Israels zu organisieren.

Wollen die Organisatoren, die Unterstützer und die Teilnehmer dieses provokativen Marsches am 30. März etwa auch Märtyrer schaffen? Die iranischen Machthaber würden dies sicher begrüßen.

Die iranische Führung tritt als einer der Hauptinitiatoren auf: Präsident Mahmoud Ahmadinejad sagte bei seinem Treffen mit den Demonstranten, dass „die Existenz Israels, auch wenn nur auf einer Handbreite palästinensischen Bodens, illegal“ sei, berichtete Farsnews. Kein Geringerer als Ali Akbar Velayati, der außenpolitische Berater des Revolutionsführers Ali Khamenei, stellte den Marsch nach Jerusalem in den Kontext der islamischen Revolution und hob hervor, dass Ayatollah Khomeini schon „seit 1963 über die Rückkehr der islamischen Werte und Zivilisation und parallel dazu über die Freiheit Palästinas gesprochen“ habe, berichtete Farsnews.

Der Artikel in seiner ganzen Länge hier zum downloaden: Will der globale Marsch nach Jerusalem „Märtyrer” schaffen?

Anmerkung AhuvaIsrael: Für diese Aktion fehlen sicher nicht nur mir die Worte!!! Es ist wichtig diesen ganzen Artikel von Wahied Wahdat-Hagh zu lesen damit klar wird welche perfiden Ziele hier erreicht werden sollen. Die Vize-Präsidenten der EU, Catherine Ashton, ist eine völlig deplazierte Dame für diesen wichtigen Posten – ihre verschiedenen Äußerungen gegenüber dem Staat Israel und dessen Regierung gibt doch allemal der muslimischen Welt beständig neuen Auftrieb!

Und wenn man dann auch noch an die verbalen Entgleisungen unseres Herrn Sigma Gabriel denkt, die er kürzlich bei einem  in  Hebron “lauthals” losließ – wird einem mehr und mehr dieser gewaltige, weltweite Aufschrei gegen Israel bewusst, der auch vor der Europäischen Haustür nicht halt macht!

Psalm 83 ist hier der Psalm schlechthin, den Israel als Gebet für sich selbst und den die Gläubigen aus den Nationen für Israel – und allezeit mit Danksagung für Seine Treue u Israel – an den Ewigen herantragen müssen!!! Wie bitte, Ihr kennt Psalm 83 nicht? – dann bitte unverzüglich Eure Bibel aufschlagen und lesen.

Im Psalm 73 gibt es übrigens einen Vers, in dem im Hebräischen das Wort “hamas” gescchrieben ist: es geht da um die “Gottlosen” und ihr Verhalten! Vers 5: “Sie (die Gottlosen) sind nicht in Mühsal wie sonst die Leute / und werden nicht wie andere Leute geplagt” – Vers 6: “Darum prangen sie in Hoffart / und hüllen sich in Frevel” – was im Hebräischen Originaltext heißt: “bedeckt mit dem Gewand der Gewalt” = חמס   hamas

Ja, sie sind nicht friedlich – sie sind angetan mit dem gewand der Gewalt gegen Israel – wir hören es jeden Tag in den Nachrichten, wen wir denn glücklicher Weise die “RICHTIGEN KANÄLE” kennen!

Die offiziellen Medien der Westlichen Welt schweigen darüber – die UNO-Menschenrechtsorganisation klagt Israel an und Herr Abbas kann seine Lügen den Politikern frank und frei unterschieben – und die Hamas? – kann wie es ihr beliebt die täglichen Katjusha- und Qassam-Raketen auf den Süden Israel zulassen!

Jedoch wissen wir: “Wundersam ist GOTT in Seinem Heiligtum; ER ist Israels GOTT. / ER w ird dem Volke Macht und Kraft geben. Gelobt sei GOTT!!! AMEN!!!

Mit einem Herzlichen Shalom aus Israel – für heute!!!

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