Israel feiert 67 Jahre – keine Müdigkeit zu erkennen!

Anmerkung AhuvaIsrael: diesen Beitrag habe ich in der deutschen Übersetzung von “heplev” übernommen und aktualisiere dazu Psalm 68, 34 Gebet G’TT die Macht! Seine Herrlichkeit ist über Israel, und seine Macht in den Wolken.
35 G’TT ist wundersam in seinem Heiligtum. Er ist G’TT Israels; er wird dem Volk Macht und Kraft geben. Gelobt sei G’TT! ________________AMEN!

IMRAvon Dr. Aarom Lerner
Donnerstag, 23. April 2015
„Wir sind des Kämpfens müde, wir sind des Mutigseins müde, wir sind des Gewinnens müde, wir sind des Verteidigens gegen unsere Feinde müde“, sagte Ehud Olmert vor dem Israel Policy Forum im Juni 2005.

Ein Jahrzehnt später kämpfen wir immer noch mutig. Und wir haben nicht die Illusion, dass ein Stück Papier das ändern kann. Unsere Kinder dienten nicht in einer „Friedensarmee“ und wir erwarten, dass auch unsere Enkel das Privileg haben den jüdischen Staat zu verteidigen.

Aber ein Jahrzehnt nach einem kriminell korrupten Premierminister, der verzweifelt nach einem Weg suchte unser kollektives Handtuch zu werfen, sind wir so gut wie absolut nicht müde.

Während also Premierminister Benjamin Netanyahu sich aufmacht die durchaus herausforderndste Zeit anzugehen, der sich unser Staat in einer Generation zu stellen hatte, genießt er den entscheidenden Vorteil, dass er eine widerstandsfähige und entschlossene Nation anführt.

Link zum Original IMRA: Israel Celebrates 67 years – NOT TIRED!

Zum Jom HaSiccaron – dem Gefallenen-Gedenktag am 22. April 2015

Jom HaSiccaron April 22Heute Abend, am 21. April 2015 begann in Israel der Jom HaSiccaron – der Gefallenen-Gedenktag.

Meine Gedanken und Gebete waren fest mit den Feierlichkeiten in Yerushalayim an der Kotel verbunden – siehe den Text im Bild.

Auf meinem zweiten Israel-blog “schalomchaverim.com Regenbogen II” habe ich mehr Informationen eingestellt- sihe nachfolgenden Link: 

http://schalomchaverim.com/2015/04/21/jo-hasiccaron-3-ijar-5775-mittwoch-22-april-2015/

 

 

Überlappende Kernthemen des klassischen Antisemitismus und des Antiisraelismus

Anmerkung AhuvaIsrael: Die Dämonisierung der Juden wurde bereit vor und während des Nicäischen Konzils 325. u. Z. durch Kaiser Konstantin eingeleitet. Die Juden wurden von Gott als ewig Verdammte als und Verfluchte und auf alle Zeiten  von allen Verheißungen Gottes an Sein Bundesvolk Enterbte aus dem biblischen Kontext ausgeschlossen – es war die Geburtsstunde der verhängnisvollen Substitutionslehre (Ersatztheologie) die bis in unsere heutige Zeit in Kirchen und Gemeinden an ihren verheerenden Unwesen treibt!_______________________ENDE

heplev20. April 2015 – heplev

von Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Das klassische Kernthema des Antisemitismus lautet: Juden verkörpern das absolut Böse. Diese Idee erscheint in den drei Haupttypen des Antisemitismus: dem religiösen, dem nationalistisch-ethnischen und dem antiisraelischen. Die dämonische Behauptung, dass Juden das absolut Böse sind, ist über viele Jahrhunderte intensiv verbreitet worden. Diese unfassbare Lüge und ihre dem im Wesentlichen unterliegenden Leitgedanken sind im Verlauf der Zeiten weitgehend dieselben geblieben. Die aktuellen Darstellungen dieser Themen sind jedoch nach der vorherrschenden Weltsicht zu einer gegebenen Zeit unterschiedlich gewesen.

Die Auffassung dessen, was das absolut Böse darstellt, hat sich im Verlauf der Jahrhunderte verändert. Im christlichen Antisemitismus war die bösartigste vorstellbare Handlung der Gottesmord. Die Juden wurden beschuldigt Jesus getötet zu haben, von dem viele Christen glauben, dass er Gottes Sohn ist.

Als das Christentum die öffentliche Meinung beherrschte, wurde der Jude oft als Gottesmörder, Antichrist oder Satan präsentiert. Joshua Trachtenberg fasst zusammen, wie das mittelalterliche Christentum den Juden sah: als „Hexer, Mörder, Kannibalen, Giftmischer, Gotteslästerer“.1

Johannes Chrysostomos - Manuskript 13. Jahrhundert

Johannes Chrysostomos – Manuskript 13. Jahrhundert

Die Dämonisierung der Juden durch wichtige christliche Leitfiguren wie den Kirchenvater Johannes Chrysostomos war bereits seit dem vierten Jahrhundert voll im Gang.2

In der zweiten wichtigen Kategorie, dem ethnisch-nationalistischen Antisemitismus, tauchte das Thema des Juden als Paradigma des absolut Bösen in neuen Gestalten wieder auf. In Zeiten starken Nationalsozialismus wurden Juden als radikal fremde Elemente dargestellt und als der „vollkommen Andere“ denunziert. Wenn die gesellschaftliche Betonung auf der Rasse liegt, werden Juden als eine extrem unterlegene solche dargestellt.

Als die Gesellschaften säkularer wurden, bekamen die falschen Anschuldigungen Gottes Sohn getötet zu haben für viele Europäer weniger Bedeutung und die Darstellung des Kernmotivs, dass Juden die Träger allen Bösen sind, wurde neu erfunden. Die Nazis nahmen sich selbst als Übermenschen und die Juden als Untermenschen wahr, womit sie sie zur Wurzel moralischer und sozialer Verderbtheit machten; damit repräsentierten sie das absolut Böse. Juden wurden unter anderem als Bakterien oder Ungeziefer gebrandmarkt, was implizierte, dass sie ausgerottet werden mussten.

In einem Umfeld, in dem Nationalismus zunehmend ein vorrangiger gesellschaftlicher Wert wurde, beschuldigte man die Juden auch Kosmopoliten ohne nationale Loyalität zu sein. Das unterstellte, dass sie üble Individuen seien, die gegen die Interessen der Länder handelten, in denen sie lebten. Es führte zudem zu der Anschuldigung, die Juden konspirierten zur Kontrolle der Welt. Das „Dokument“, das diese Verschwörungstheorie hauptsächlich unterstützte, waren Die Protokolle der Weisen von Zion (Anmerkung AhuvaIsrael: Link dazu siehe unten), eine zaristische Fälschung, die wiederholt in großer Zahl aufgelegt wurde.3

In der zeitgenössischen westlichen Gesellschaft wird das absolut Böse oft als die Verbrechen der Deutschen und ihrer Verbündeten während des Zweiten Weltkriegs wahrgenommen. Der Holocaust und Völkermord sind das Paradigma des Bösen geworden. Nach dem Krieg wurde der Antisemitismus für eine gewisse Zeit in der allgemeinen Öffentlichkeit politisch inkorrekt. Viele Europäer begannen zu begreifen, dass, wenn es in der Welt absolut Böses gibt, es von beträchtlichen Teilen Europas repräsentiert wurde statt durch die Juden. Vielen anderen war es jedoch zu schmerzhaft, das zuzugeben. Es schuf die psychologische Notwendigkeit das Böse einmal mehr den Juden anzuhängen, diesmal hauptsächlich Israel, dem jüdischen Staat.

Die Darstellung der Israelis als Nazis geht bis auf einflussreiche Engländer im britischen Mandat Palästina der 1940-er Jahre zurück. Der Vergleich Israels mit den Nazis war auch in der kommunistischen Welt stark entwickelt. Simon Wiesenthal schrieb 1968, dass insbesondere Ostdeutschlands Nachrichtenwesen weit antiisraelischer war als das anderer kommunistischer Staaten.4

Das gegen Juden gerichtete Verschwörungsmotiv kehrt bis heute oft wieder. Es gibt z.B. solche Fälle in arabischen Fernsehsendungen, ein Kommunikationsmodus, der weit effektiver und umfassender ist als Bücher oder Druckmedien. Die gelogenen Protokolle der Weisen von Zion sind in der arabischen Welt mit weiter Verbreitung neu aufgelegt worden. Sie wurden während der letzten Jahrzehnte auch in verschiedenen westlichen Ländern veröffentlicht, so z.B. in Norwegen.5

Das Motiv der Verschwörung wurde im Report of the British All-Party Parliamentary Inquiry into Anti-Semitism (Bericht der parlamentarischen Allparteien-Untersuchung zu Antisemitismus) erwähnt, in der es hieß: „Uns wurde gesagt, dass jüdische Verschwörungstheorien bei vielen zeitgenössischen Themen bemüht wurden.“6

Die Wahrheit zu zeitgenössischen Verschwörungen ist heute eigentlich sehr anders, nachdem der Nationalsozialismus und der Kommunismus weitgehend fehlgeschlagen sind. Die jihadische Strömung des Islam ist die einzige große Bewegung, die aktiv konspiriert die Welt zu beherrschen.

Ein weiterer zeitgenössischer Ausdruck des Antisemitismus, dass die Juden – wozu heute Israel gehört – das „absolut Böse“ verkörpern, besteht in der Behauptung, die Juden steckten hinter allen Katastrophen. Dieses Motiv kehrt auf vielerlei Weise implizit oder explizit wieder, so in der Behauptung, der palästinensisch-israelischer Konflikt sei die größte Gefahr für die Welt.

Die drei Umsetzungen des Antisemitismus – der religiöse, der ethnisch-nationalistische Antisemitismus sowie der Antiiraelismus – haben allesamt eine Reihe wichtiger gleicher Merkmale. Es gibt eine kontinuierliche und mächtige Förderung eines Diskurses des Judenhasses. Verbale oder physische Angriffe Juden wie Israelis gegenüber sind alltäglich. Juden und der Staat Israel werden über einzigartiges und unrealistisches zweierlei Maß beurteilt.

Die Dämonisierung und ihre verschiedenen Verkleidungen durchdringen schrittweise das Narrativ der Gesellschaft. Mit der Zeit werden die Anschuldigungen zunehmend komplex und sind schwieriger aufzudröseln. Die Feinde der Juden bauen weiter auf dieser Infrastruktur auf, wann immer die Umstände geeignet sind, wenn sie eine bestimmte Person oder Gruppe angreifen wollen oder wenn sie nach einem Sündenbock für irgendeine gegebene Situation suchen.

Das Kernmotiv dafür, dass Juden und Israel das für die Katastrophen der Welt verantwortliche Böse sein sollen, hat eine lange Tradition. Die Juden wurden für die Übertragung verschiedener Seuchen wie dem Schwarzen Tod im vierzehnten Jahrhundert verantwortlich gemacht. Deutsche erfanden die Dolchstoß-Legende, die die Juden für Deutschlands Niederlage im Ersten Weltkrieg verantwortlich machte. Das wurde in der Folge von den Nationalsozialisten in ihren mörderischen antisemitischen Kampagnen genutzt.

Wenn verschwundene christliche Kinder schließlich tot aufgefunden wurden, beschuldigte man manchmal Juden sie ermordet zu haben. Das wurde oft religiösen Motiven zugeschrieben. Seit dem 12. Jahrhundert wurde die Ritualmordlüge zum klassischen antisemitischen Thema. Heutzutage taucht die Ritualmordlüge mit Bezug auf Israel in verschiedenen Mutationen wieder auf.

Nach einem immensen Bergbau-Unglück in der Türkei im Mai 2014 kritisierte die türkische Pro-Regierungszeitung Yeni Akit auf ihrer Titelseite die Eigentümer der Minengesellschaft Soma-Kohle einen jüdischen Schwiegersohn zu haben. Die Zeitung behauptete, dass dieser der Grund war, dass „ausländische“ Medien den damaligen türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan für die Tragödie verantwortlich machten.7

Heute fördern starke ideologische Strömungen den Universalismus, also wird der Staat Israel als nationalistisch, rassistisch und kolonialistisch dämonisiert. Und das zusätzlich zur beherrschenden Anschuldigung, dass Israel Völkermord begehe oder sich wie die Nazis verhalte. Das ist zu einer weit verbreiteten Wahrnehmung Israels in Westeuropa geworden.

Allerlei nummerische Daten bieten Belege dafür, wie sehr der Hass auf Israel und die Juden vorherrscht. Ein Teil dieser Daten stammt aus einer Studie, die 2011 von der Universität Bielefeld8 veröffentlicht und in sieben europäischen Ländern durchgeführt wurde. Im Herbst 2008 befragten die Forscher in jedem der Länder eintausend Personen im Alter von 16 Jahren aufwärts. Eine der gestellten Fragen war, ob die Befragten mit der – grob unmoralischen – Behauptung überein stimmten, dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt. Mehr als 40 Prozent der Befragten antworteten mit Ja. Damit akzeptieren mindestens 150 Millionen Bürger der Europäischen Union eine dämonische Sichtweise Israels.

1 Joshua Trachtenberg: The Devil and the Jews. Cleveland (Meridian) 1961, S. 159.
2 Manfred Gerstenfeld interviewt Pieter van der Horst. In: The Origins of Christian Anti-Semitism. Post Holocaust and Anti-Semitism 81, 5. Mai 2009.
3 Hadassa Ben-Itto: The Lie That Wouldn’t Die: The Protocols of the Elders of Zion. Edgware (Vallentine Mitchell) 2005.
4 J. H. Brinks: Political Anti-Fascism in the German Democratic Republic. Journal of Contemporary History, Bd. 32, Nr. 2 (1997), S. 207-17.
5 Erez Uriely: Jew-Hatred in Contemporary Norwegian Caricatures. In: Post-Holocaust and Anti-Semitism 50, 1. November 2006.
6 Report of the British All-Party Parliamentary Inquiry into Anti-Semitism. London (Stationery office Ltd.), September 2006, Abs. 96.
7 ADL Expresses Concern Over Conspiracy Theories About Jews Made by Turkish Politicians and Media in Reference to Mining Accident. ADL, 22. Mai 2014.
8 library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf.

Von AhuvaIsrael hinzugefügt: Die Protokolle der Weisen von Zion

Jom HaShoa am 27. Nissan 5775 – am 16. April 2015

Jom HaShoaDer nachfolgende Link enthält meinen Beitrag zum Jom HaShoa am Donnerstag, 16. April 2015dort finden sich weitere Links zu diesem Tag!

Jom HaShoa am 27. Nissan 5775 – am 16. April 2015

Gaza: Ägypten ist schuld an der Waffenknappheit

Anmerkung AhuvaIsrael: ein in der Tat sehr interessanter Bericht über die Maßnahmen des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi gegenüber Tunnelbauern der Hamas! Hat jemand irgendwann – irgendwo darüber von deutschen Medien gehört – gelesen? Link zum englischen original unten____________________ENDE!

gatestone-logo13. April 2015

von Khaled Abu Toameh


Übersetzung: Stefan Frank

  • Diese Woche unterzeichnete der ägyptische Präsident Abdel Fattah el-Sisi ein neues Gesetz, wonach jedem, der an Ägyptens Grenze einen Tunnel gräbt, eine lebenslange Freiheitsstrafe droht.
  • In seinem Kampf zur Austrocknung des terroristischen Sumpfes hat Sisi echten Mut und Entschlossenheit bewiesen.
  • Die strengen Maßnahmen, die er entlang Ägyptens Grenze mit dem Gazastreifen ergriffen hat, sind sogar noch effektiver als Israels Militäroperationen gegen die Schmuggeltunnel.

Der unnachgiebige Krieg gegen den Terrorismus, den Ägyptens Präsident Abdel Fattah el-Sisi’s führt – insbesondere entlang der Grenze zum Gazastreifen –, scheint Früchte zu tragen. Es ist ein Krieg, der abseits des Lichts der Weltöffentlichkeit stattfindet und vonseiten der internationalen Gemeinschaft kaum eine Reaktion zeitigt.

Diese Situation ist ein perfektes Beispiel dafür, dass die internationale Gemeinschaft und die Vereinten Nationen sich nicht um die “Misere” der Palästinenser kümmern, solange Israel nicht beteiligt ist. Das Getöse, wie es sich oft anlässlich von israelischen Militäroperationen gegen die Hamas und ihre Schmuggeltunnel erhebt, ist bei Sisis Krieg gegen den Terrorismus bislang ausgeblieben.

Als Folge dieses Krieges – der 2013, kurz nachdem Sisi an die Macht gekommen war, mit der Zerstörung Hunderter Schmuggeltunnel an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen begann – sind die Hamas und andere bewaffnete Gruppen nun so isoliert wie nie zuvor.

Aber es ist nicht nur diese Isolation, die der Hamas, dem Islamischen Dschihad und anderen bewaffneten Gruppen im Gazastreifen Sorge bereitet; Ägyptens strenge Sicherheitsmaßnahmen – darunter die Zerstörung von mehr als 1.700 Tunneln und die Schaffung einer Sicherheitszone entlang der Grenze zum Gazastreifen – haben den Waffenschmuggel beinahe zum Erliegen gebracht.

“Der Schmuggel (von Waffen in den Gazastreifen) wurde fast völlig gestoppt”, gesteht Abu Mohammed, ein palästinensischer Waffenhändler aus der Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen. “Nur selten gelingt es jemandem, leichte Waffen oder Munition zu schmuggeln.”

Seit Februar gebe es so gut wie keinen Waffenschmuggel von Ägypten in den Gazastreifen mehr, verrät Abu Mohammed. Raketen in den Gazastreifen zu schmuggeln, sei fast unmöglich, klagt er.

Das Vorgehen der ägyptischen Sicherheitskräfte gegen die Schmuggeltunnel habe im Gazastreifen zu einer Knappheit an verschiedenen Waffenarten und Munition geführt, so Abu Mohammed. Auch seien die Preise vieler Waffen stark gestiegen.

Der Preis einer Kugel Munition, die ehedem einen US-Dollar kostete, habe sich in den letzten Monaten glatt verdoppelt, berichtet der Waffenhändler. Der Preis eines in Ägypten hergestellten Sturmgewehrs des Typs AK-47 habe von $900 auf $1.300 US-Dollar angezogen.

Die Versuche einiger palästinensischer Besitzer von Schmuggeltunneln, zerstörte Tunnel wiederaufzubauen, seien durch die anhaltenden ägyptischen Gegenmaßnahmen – darunter der Einsatz von Sprengstoff und Abwasser zur Zerstörung der Tunnel – vereitelt worden, sagt er.

Beflügelt vom Erfolg der Anti-Terror-Kampagne prüfen die ägyptischen Behörden nun die Möglichkeit, die kürzlich entlang des Gazastreifens eingerichtete Sicherheitszone auszuweiten. Dieser Schritt sei notwendig, um Terrorgruppen daran zu hindern, ihre Aktivitäten auf den nördlichen Sinai auszudehnen, sagen die Ägypter.

Allein seit Jahresbeginn haben die ägyptischen Behörden entlang des Gazastreifens rund 240 Schmuggeltunnel zerstört. Einer davon war laut ägyptischen Sicherheitsbeamten mit fast drei Kilometern Länge und drei Metern Tiefe der größte bislang von den Ägyptern entdeckte Tunnel.

Ägyptische Soldaten bereiten die Sprengung eines großen Schmuggeltunnels vor, den sie an der Grenze zwischen dem Sinai und dem Gazastreifen entdeckt haben – September 2014. (Foto: Screenshot des Senders Almyan)

Ägyptische Soldaten bereiten die Sprengung eines großen Schmuggeltunnels vor, den sie an der Grenze zwischen dem Sinai und dem Gazastreifen entdeckt haben – September 2014. (Foto: Screenshot des Senders Almyan)

Jetzt hat Präsident Sisi beschlossen, die Schmuggeltunnel der Hamas auch mit rechtlichen Mitteln zu bekämpfen. 

Diese Woche unterzeichnete er ein neues Gesetz, wonach jedem, der an Ägyptens Grenze einen Tunnel gräbt, eine lebenslange Freiheitsstrafe droht.

Das Gesetz kommt zu einer Zeit, wo Berichte auftauchen, dass einige in Opposition zur Regierung stehende Dschihadisten im Sinai medizinische Behandlung im Gazastreifen erhalten hätten. Die Berichte bestätigen die Angst ägyptischer Regierungsvertreter, dass Dschihadisten im Sinai mit der Hamas zusammenarbeiten, um die Sicherheit und Stabilität in Ägypten zu untergraben.

Just einen Tag vor der Unterzeichnung des Gesetzes hatte es erneut einen Tag des Blutvergießens gegeben: Bei einem Bombenanschlag vor einem Gebäude der Sicherheitskräfte in der im Sinai gelegenen Stadt El Arish waren fünf Menschen getötet und mindestens 30 verletzt worden. Bei einem anderen Terroranschlag in der Nähe von Scheich Zuweid, einer Stadt im Norden des Sinai in der Nähe der Grenze zum Gazastreifen, waren zuvor sieben Soldaten getötet worden.

In seinem Kampf für die Austrocknung des terroristischen Sumpfes hat Sisi echten Mut und Entschlossenheit bewiesen. Die strengen Maßnahmen, die er entlang Ägyptens Grenze mit dem Gazastreifen ergriffen hat, sind sogar noch effektiver als Israels Militäroperationen gegen die Schmuggeltunnel.

Dass es im Gazastreifen eine Waffenknappheit gibt, ist eine gute Nachricht – nicht nur für Israel und Ägypten, sondern auch für die dort lebenden Palästinenser.

Es dürfte der Hamas schwer fallen, eine weitere militärische Konfrontation mit Israel anzuzetteln – bei der die Palästinenser einmal mehr einen hohen Preis zu zahlen hätten –, solange Sisis Armee rund um die Uhr Schmuggeltunnel zerstört und im Gazastreifen die Preise von Gewehren und Munition in die Höhe schießen.

Englischer Originaltext: Gaza: Egypt Responsible For Weapons Shortage

Araber gehen hart mit “Obamas Iran-Deal” ins Gericht

Anmerkung AhuvaIsrael: ein weiterer hochinteressanter Beitrag von Khaled Abu Toameh in der Übersetzung aus dem Englischen von Stefan Frank__________________________!

gatestone-logovon Khaled Abu Toameh
4. April 2015
Englischer Originaltext: Arabs Blast “Obama’s Deal” with Iran
Übersetzung: Stefan Frank

  • “Dies ist ein gefährliches Abkommen … [Es] stellt dem Iran alles zur Verfügung, was er benötigt, um seine Kriege und die Expansionspolitik gegen die Araber weiterzuführen: Geld.” — Salah al-Mukhtar, Ammon News.
  • “Der Iran hat versucht, sich im Irak, dem Libanon und in Syrien einzumischen, und er sieht, dass er nicht mal einen Preis dafür zu zahlen hat. … In Teheran hat sich das Gefühl breitgemacht, dass die USA einer militärischen Konfrontation mit den Iranern aus dem Wege gehen wollen.” — Hassan al-Barari, Al-Sharq.
  • Das Abkommen bedeute, dass die internationale Gemeinschaft den Iran als Atommacht akzeptiert habe, sagt Hani al-Jamal, ein ägyptischer Analyst für Politik und Außenpolitik in der Region.
Ein glücklicher Augenblick für den Iran. Die Vertreter der 5+1-Gruppe posieren nach den Atomverhandlungen mit Irans Außenminister Javad Zarif. Lausanne, Schweiz, 2. April 2015. (Foto: U.S. State Department)

Ein glücklicher Augenblick für den Iran. Die Vertreter der 5+1-Gruppe posieren nach den Atomverhandlungen mit Irans Außenminister Javad Zarif. Lausanne, Schweiz, 2. April 2015. (Foto: U.S. State Department)

Viele Araber sind zutiefst beunruhigt über das zwischen dem Iran und den Weltmächten, darunter den USA, ausgehandelte Atomabkommen. Die arabischen Führer und Staatsmänner waren zwar so höflich, nicht öffentlich Kritik zu äußern, als US-Präsident Barack Obama sie anrief, um sie über die Vereinbarung zu informieren. Das hielt arabische Politiker, Politikanalysten und jene Kommentatoren, die in der arabischen Welt die Regierungsmeinung reflektieren, jedoch nicht davon ab, harsche Worte für das zu benutzen, was sie als “Obamas schlechten und gefährlichen Deal mit dem Iran” bezeichnen.

Die Araber, insbesondere die der Golfregion, betrachten das Rahmenabkommen als Zeichen amerikanischer “Schwäche” und grünes Licht für den Iran, seinen Plan der “Expansion” in der arabischen Welt weiterzuverfolgen.

“Einige arabische Länder sind gegen dieses Atomabkommen, weil es ihre Interessen bedroht”, schreibt die ägyptische Tageszeitung Al-Wafd in einem Artikel mit der Überschrift: “Politiker: Obamas Deal mit dem Iran bedroht die arabische Welt.”

Das Blatt zitiert Hani al-Jamal, einen ägyptischen Analysten für Politik und Außenpolitik der Region, mit den Worten, das Abkommen bedeute, dass die internationale Gemeinschaft den Iran als Atommacht akzeptiert habe. Er prognostiziert, dass die Übereinkunft zu einem Konfrontationskurs zwischen dem Iran und einigen arabischen Ländern wie Saudi-Arabien und Ägypten führen wird.

Sein Rat lautet: Die arabischen Länder sollten eine “sunnitische Nato” bilden, die im Angesicht der “iranischen und israelischen Bedrohung” Pakistans Status als Atommacht und Verbündeter der Araber garantiere.

Jihad Odeh, ein ägyptischer Professor für Politikwissenschaft, sagt, Obamas “Taten zielen darauf, die arabische Welt zu demontieren. Vor Ende seiner Amtszeit will Obama historische Leistungen vollbringen, indem er Al-Qaeda zerstört, eine Annäherung an Kuba herbeiführt und ein Atomabkommen mit dem Iran erzielt.”

Obwohl Saudi-Arabien, das derzeit im Jemen Krieg gegen die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz führt, das Atomabkommen “begrüßt” hat, hat es hinter den Kulissen seine Sorge darüber ausgedrückt.

Gleichermaßen sind auch viele andere Golfstaaten, die die Übereinkunft anfangs begrüßten, besorgt über deren Auswirkungen auf die Region. In den vergangenen Monaten haben die Araber immer wieder vor den Versuchen des Iran gewarnt, die Macht in ihren Ländern zu übernehmen.

“Die USA wollen sicherlich keine noch mächtigere iranische Hegemonie in der Region, aber gleichzeitig sieht es so aus, dass sie gegen einen gewissen iranischen Einfluss nichts einzuwenden haben”, sagt Nasser Ahmed Bin Ghaith, ein Wissenschaftler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. “Der Iran trachtet danach, seine frühere Rolle als der Polizist der Region wiederzuerlangen.” Es sei klar gewesen, dass die Anerkennung des iranischen regionalen Einflusses durch den Westen auf Kosten der Golfstaaten gehen würde, sagt Bin Ghaith. “Die Golfstaaten sollten strategische Partnerschaften mit den Regionalmächten Pakistan und Türkei aufbauen, die die Angst der Golfnationen vor den iranischen Ambitionen in der Region teilen”, fügt er hinzu.

In einem die weitverbreitete Furcht der Araber vor den iranischen Territorialansprüchen im Nahen Osten widerspiegelnden Artikel spricht sich der Politikanalyst Hassan al-Barari in der katarischen Tageszeitung Al-Sharq gegen eine Appeasement-Politik gegenüber Teheran aus:

“Der Iran hat versucht, sich im Irak, dem Libanon und in Syrien einzumischen, und er sieht, dass er nicht mal einen Preis dafür zu zahlen hat; im Gegenteil gibt es Versuche der Großmächte, zu einer Verständigung mit dem Iran zu gelangen. In Teheran hat sich das Gefühl breitgemacht, dass die USA einer militärischen Konfrontation mit den Iranern und ihren Stellvertretern aus dem Wege gehen wollen. Auf vielen Gebieten haben die Golfstaaten die Lektionen der Geschichte gelernt. Jede Form des Appeasement mit dem Iran wird nur dazu führen, dass er noch mehr verlangt, dass er sich in die inneren Angelegenheiten der arabischen Länder einmischen wird und dazu, dass seine Arroganz wächst.”

Sogar die Jordanier stimmen in den Chor der Araber ein, die Furcht vor Irans wachsendem Einfluss in der arabischen Welt äußern, insbesondere nach dem Atomabkommen mit den USA und den Großmächten.

“Wacht auf, ihr Araber, euer Feind ist der Iran”, lautet die Überschrift eines Kommentars des jordanischen Kolumnisten Salah al-Mukhtar, in welchem er die USA bezichtigt, Teherans Kriege gegen die arabischen Länder zu begünstigen.

Dass es dem Iran erlaube, seine “zerstörerischen Kriege” gegen die Araber weiterzuführen, sei der gefährlichste Aspekt des Rahmenabkommens, sagt Al-Mukhtar, der den Iran als “Israel des Ostens” bezeichnet.

“Dies ist ein gefährliches Abkommen, insbesondere für Saudi-Arabien und die Kräfte der Opposition im Irak und in Syrien”, warnt er. Es stellt dem Iran alles zur Verfügung, was er benötigt, um seine Kriege und die Expansionspolitik gegen die Araber weiterzuführen: Geld. Die Sanktionen aufzuheben, ist Amerikas Mittel, die gefährlichen Kriege zu unterstützen, die sich direkt gegen die Araber richten; das Aufheben der Sanktionen versorgt die Iraner mit den Finanzmitteln, die sie brauchen, um den persischen Vormarsch fortzusetzen. Die USA wollen Saudi-Arabien und die Golfstaaten auszehren, um sie anschließend zu spalten.”

Auch Libanons englischsprachige Tageszeitung Daily Star äußert sich skeptisch über das Atomabkommen. “Nach all dem Reden darüber, wie dieses Abkommen dazu beitrage, die Welt sicherer zu machen, sollte Obama, wenn er sich wahrhaft über sein Vermächtnis sorgt – vor allem das im Nahen Osten –, mit dem Iran zusammenarbeiten und diesen dazu ermuntern, wieder ein reguläres Mitglied der Weltgemeinschaft zu werden, und nicht ein Land, das überall in der Region direkt oder über Stellvertreter Konflikte schürt”, heißt es in einem Leitartikel. “Andernfalls wird dieses Abkommen den Iran nur in seinen expansionistischen Plänen bestärken.”

Neben den Arabern sind auch iranische Oppositionelle an die Öffentlichkeit getreten, um sich gegen das Atomabkommen auszusprechen.

Maryam Rajavi, eine iranische Politikerin und Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats, kommentiert:

“Eine allgemein gehaltene Erklärung, ohne die Unterschrift des geistlichen Führers Khamenei und ohne dessen offizielle Zustimmung, versperrt Teheran nicht den Weg zu einer Atombombe und hindert [das Regime] auch nicht daran, seine Täuschungen fortzusetzen.

Weitere Gespräche mit dem religiösen Faschismus im Iran zu führen – als Teil einer Politik des Appeasement –, wird die Region und die Welt nicht vor der Bedrohung der Ausbreitung von Atomwaffen schützen.

Sie zu zwingen, den Resolutionen des UN-Sicherheitsrats nachzukommen, ist der einzige Weg, die Mullahs daran zu hindern, in den Besitz von nuklearen Waffen zu gelangen.

Wenn die 5+1-Gruppe gegenüber dem am wenigsten glaubwürdigen Regime der Welt Nachsicht walten lässt und Konzessionen macht, ohne dafür Sicherheiten zu bekommen, dann verschafft es diesem lediglich mehr Zeit und verschärft die Gefahren, die von ihm für das iranische Volk, die Region und die Welt ausgehen.”