Die Meldung über die Vergabe des Bundesverdienstkreuz an Frau Felicitas Langer macht mich zutiefst betroffen. Am Freitag, 24.07.09 habe ich an unseren Bundespräsidenten geschrieben und werde den Brief in der nächsten Woche hier einstellen – wenn ich davon ausgehen kann, dass sein Büro ihn wahrgenommen hat.
Heute an dieser Stelle hier die Kopie eines Leserbriefs, den ich im Februar 2003 an das Haller Tagblatt geschrieben habe. Damals besuchte ich auf Bitten von israelischen Freunden ein Vortrag von Frau Felicitas Haller in Schwäbisch Hall – und konnte nicht glauben was ich da hörte und welchen dicken Applaus Frau Langer für ihre Hetz-Tiraden auf die Israelische Regierung insgesamt und Israels jüdische Bürger einschließend entgegennehmen konnte.
Der Gedanke an diese Auszeichnung reibt mir in der Tat die Schamröte ins Gesicht! – um Israels und der weltweiten Jüdischen Gemeinschaft willen! - AhuvaIsrael
Noch eine Anmerkung: am Donnerstag 16. Juli 2009 hat der Europäische Menschenrechtsgerichtshof entscheiden: Boykottaufrufe gegen Israel unrechtmäßig – das gilt auch für Frau Langer - und das ist gut so!!! – AhuvaIsrael - Artikel unter: “Entschuldigung der EU./…../…” 25.0.09
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“Die schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland” – von U. Sahm
TÜBINGEN (Israelnetz 21. Juli 2009) – Der Kölner Schriftsteller Ralph Giodano protestiert “aufs Schärfste” gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die in Tübingen lebende israelische Anwältin und “Menschenrechtsaktivistin” Felicia Langer. Per Fax teilte er einigen Bekannten mit, dass die Ehrung Langers ihn in “einen schweren Konflikt” stürze.
“Niemand hat in den letzten 25 Jahren mit einer an Blindheit grenzenden Einseitigkeit Israel mehr geschadet, als diese angebliche Menschenrechtsanwältin”, schreibt Giordano. “Niemand ist jener verbreiteten Gesinnung, sich vom eigenen Schulddruck durch Kritik an Israel zu entlasten, so weit entgegengekommen, wie sie; niemand hat die ‘Pathologie der Umarmung’ – ‘Hie die bösen Israeli – da die guten Palästinenser’ – so konsequent durchgehalten wie diese schrillste Anti-Israel-Fanfare in Deutschland.”
Folgt man der Schule Felicitas Langers, so Giordano weiter in seinem Brief, finde der Nahostkonflikt in einem quasi luftleeren Raum statt, einem regionalen Vakuum, ohne feindliche Umwelt. Die Lebensleistung der Multiplikatorin Felicia Langer bestehe in der notorischen Täuschung ihres Publikums über Totalität und Kausalität des Nahostkonfliktes. “Was mich in dieser inzwischen bereits eine Generation andauernden Fehde immer am tiefsten entsetzt hat, ist Felicitas Langers unverbergbare innere Beziehungslosigkeit zur Welt der israelischen Opfer.”
Protestbrief von deutschem Pastor
Ein offenes Protestschreiben verbreitete auch Pastor Albrecht Lohrbächer, Vorsitzender des Freundeskreises Weinheim-Ramat Gan und des Freundeskreises Kirche und Israel in Baden. Der Brief war an Staatssekretär Hubert Wicker gerichtet, der am vergangenen Donnerstag in Stuttgart Langer das Bundesverdienstkreuz überreicht hat, für ihr “jahrzehntelanges, herausragendes Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Wahrung der Menschenrechte.”
Lohrbächer schrieb: “Ich war bisher stolz auf die klare Linie unserer Kanzlerin in Sachen Israel, ihre Reden und bisherigen Verhaltensweisen sind beispielhaft. Mit der Verleihung und der Laudatio schlagen Sie ihr ins Gesicht und stellen sie als Lügnerin dar – das muss ich so scharf sagen, weil alles, was Langer seit Jahren sagt und tut, gegen den Staat Israel gerichtet ist und Israel delegitimiert.” Der Pastor fragt den Staatssekretär aus Baden-Württemberg: “Ist es Ihr Ziel, dazu beizutragen, dass Israel endlich beseitigt wird? Anders kann man Ihr Tun und Reden nicht interpretieren. Es ist eine wahre Schande!”
JERUSALEM / BERLIN (Israelnetz 20. Juli 2009) - Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die israelische Rechtsanwältin Felicia Langer, 79, hat in Israel Empörung ausgelöst. Langer, 1990 nach Deutschland ausgewandert, zähle zu den “giftigsten Kritikern Israels”, heißt es in einem Bericht der “Jerusalem Post”.
Die in Tübingen lebende Anwältin vergleiche Israel mit dem Apartheid-Regime Südafrikas und habe die antisemitische Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in Genf gelobt, schreibt die israelische Tageszeitung. Dessen Ankündigung, Israel “von den Seiten der Geschichte auszulöschen”, bedeute keine Vernichtung Israels. In einem Gespräch mit der “Jerusalem Post” bestätigte Langer, dass sie israelische Regierungsbeamte für “Kriegsverbrecher” halte, die vom internationalen Gerichtshof in Den Haag abgeurteilt werden sollten.
Dieter Graumann, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, habe nach Angaben der Zeitung Langer als einen “militanten und fanatischen Israel-Hasser” bezeichnet. Erstmals würden “aggressive verbale Attacken gegen den jüdischen Staat von der Bundesrepublik gewürdigt”, habe Grauman per Email der “Jerusalem Post” geschrieben. Gegen faktische Kritik an Israels Politik sei nichts einzuwenden, und man höre sie am lautesten in Israel selbst, meinte Graumann. “Aber Frau Langer ist bekannt für ihren böswilligen, militanten Hass auf Israel, der (in Deutschland) nur deshalb beachtet wird, weil sie selber Jüdin ist und ihre Holocaustvergangenheit betont”, schrieb Graumann weiter. Nachdem Langer erst vor einigen Monaten die pro-israelische Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel als “skandalös” kritisiert hatte, sei sie jetzt plötzlich des Bundesverdienstkreuzes würdig. Das sei ein “fatales Signal und legitimiere ihre einseitige Hetze gegen Israel”, zitiert die Zeitung aus der Stellungnahme Graumanns.
Langer reagierte auf die Beschuldigung Graumanns gegenüber der “Jerusalem Post”, dass sie den Zentralrat für eine “Filiale der israelischen Botschaft” halte, der “nichts Gutes für Israel oder die Friedensbewegung” unternehme. (……) Ganzer Bericht mit Stellungnahmen hier:
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