Als ich am Freitag Morgen diesen Artikel in meiner Lokalpresse las, wusste ich sofort wohin mich mein Weg am Sonntag führen würde! Und so kann ich hier nun einige Eindrücke von einem, das Herz sehr bewegenden, Ausflug auf die Hohenzollernburg, ein Katzensprung von meiner Wohnung entfernt, berichten. Es waren mit der Gruppe der jungen Leute, 6 Deutsche, 8 Palästinenser und 6 Israelis, etwa 50 Personen, die sich zu einem Gottesdienst in der “Christus-Kirche” trafen.
Georg Friedrich Prinz von Preußen hatte
es sich nicht nehmen lassen, dieser Veranstaltung als Hausherr der Hohenzollernburg und Unterstützer durch die Kira von Preussen Stiftung für die jungen Gäste aus Nahost den Glanzpunkt aufzusetzen.
Pfarrerin Ulrike Wohlrab berichtete zu Beginn , dass die Gruppe in den ersten drei Tagen ihres Aufenthalts erstaunlich schnell zusammengefunden hätte – und besser miteinander zurecht kommt als es zu erwarten war. Sie haben bereits kulturell viel erfahren und lernen über die Religionen. Am vergangenen Freitag haben sie gemeinsam den Eingang in den Schabbat gefeiert und heute nun der christliche Gottesdienst. Die Burg und das Land haben sie völlig vereinnahmt und sie beneiden beinahe ein wenig alle, die hier wohnen können. Der junge Palästinenser Khaled,
hier ist er noch dabei mit Pfarrer Wohlrab die Kerzen der großen Menorah anzuzünden, zeigte sich perfekt in seinem Orgelvorspiel und der Begleitung der Lieder – in der Reihenfolge dem jüdischen “Hevenu shalom aleichem” – dem Lied der Christen: “Jesus dein Licht verklärt unsere Schatten” und dem arabischen Text: “Ya Raba Salami Amter A’lejna Asalam…”
Psalm 122 stand als Wechsellesung am Beginn und die Texte aus 1. Mose 13, 1-12, gelesen von einem jungen Israeli und aus Markus 5, 35-42 von einem jungen Palästinenser. Pfarrer Wohlrab ging nochmals auf das Zusammentreffen der Gruppe ein: “die Jugendlichen können sich dort wo sie wohnen nicht miteinander treffen, obwohl das Land gerade mal so groß wie hessen ist. Es gibt Vorurteile und Ängste auf beiden Seiten. Wie würde sich die Gruppe hier begegnen? Sie waren in Tübingen zu Bummeln – haben vieles andere bereits gemeinsam gemacht und bereiten nun ein Musical vor, das am kommenden Sonntag – danach fliegen sie zurück – aufgeführt wird. Es herrschte Harmonie von Anfang an – so Pfarrer Wohlrab. In einigen Monaten werden dies Schüler in der Armee dienen – sie werden sich an Grenzen treffen. Nun möchte das Ehepaar Ulrike und Michael Wohlrab alles nur erdenkliche unternehmen, dass die jungen Leute Passierscheine erhalten und die Gruppe sich dann in Jerusalem wieder treffen kann – auch die jungen Leute aus Potsdam sollen dann dabei sein.
Wenn ich an die zwei Stunden auf der Burg zurück denke kann ich nur sagen – es ist auch nachträglich für mich ein Wunder, wie offen und fröhlich diese wunderbaren und liebenswerten jungen Menschen miteinander umgegangen sind – wie aufgeschlossen sie auch mir, als einer völlig fremden Person, entgegen kamen. Das Thema im Gottesdienst meiner Gemeinde am Sonntag Morgen war: “Über die Hoffnung” – und dazu passt ein Wort, das Pfarrer Wohlrab aussprach: “Fürchte dich nicht – glaube nur!” – Markus 5,36
Mit einigen Bildern schließe ich diesen Bericht ab und wünsche ich Euch allen in der Gruppe von hier aus den reichen Segen des Ewigen für die noch vor ihnen liegenden Tage hier im “Ländle” – für die Aufführung am Sonntag, für die Heimreise, für Eure weiteren Wege und für ein baldiges gemeinsames Treffen in Jerusalem – ♥-lichst - AhuvaIsrael



Dear “Hohenzollernburg”-group – of caourse you can enlarge by “click” and move over the pictures – for printing if you want. By – Shalom – AhuvaISrael
Pressebericht vom Dienstag, 11. August 2009: 
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